
Herbstcampus bringt Lehrkräfte und Lehramtsstudierende in den Austausch
Mehr als 100 Teilnehmende kamen zur Premiere des neuen Fortbildungs-Formates
Wie lassen sich aktuelle Forschung und schulische Praxis miteinander verbinden? Und welche Impulse können Wissenschaft sowie gegenseitiger Erfahrungsaustausch für den Schulalltag geben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der erste Herbstcampus, der am Dienstag, 27. Oktober, im Wissenschaftszentrum Kiel stattfand. Rund 110 Lehrkräfte und Lehramtsstudierende kamen zusammen, um sich fachübergreifend über aktuelle Themen, Herausforderungen und Perspektiven in den Bereichen Schule und Unterricht auszutauschen.
Das Zentrum für Lehrkräftebildung (ZfL) der Kieler Universität und die Kieler Forschungswerkstatt haben den Fortbildungstag erstmals gemeinsam organisiert. Ziel des neuen Formates ist es, den Austausch zwischen bereits aktiven Lehrkräften und angehenden Lehrpersonen zu fördern, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich zu machen und neue Impulse für die schulische Praxis zu geben.
Unterschiedliche Perspektiven und Akteur*innen zusammenbringen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten
Prof. Dr. Ilka Parchmann, Vorstand der Allianz für Lehrkräftebildung (ALB), begrüßte die Teilnehmenden: „Der Austausch zwischen Studierenden, Lehrkräften und Wissenschaft ist heute wichtiger denn je. Nur wenn wir unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, können wir die Zukunft unserer Schulen und Lehrkräftebildung aktiv gestalten.“
Dr. Tabea Kauper, Projektverantwortliche Herbstcampus beim Zentrum für Lehrkräftebildung, erklärte: „Die Idee für den Herbstcampus entstand in Zusammenarbeit aus ZfL und Kieler Forschungswerkstatt. Wir wollten ein Format schaffen, das den verschiedenen Akteur*innen von Hochschule und Schule ermöglicht, sich auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.“
Von aktuellen Forschungsfragen zu konkreten Herausforderungen im Schulalltag
Das Programm verband Einblicke in aktuelle Forschung mit praxisorientierten Workshops und Möglichkeiten zur Vernetzung. Vier Forschungsimpulse eröffneten unterschiedliche fachliche Perspektiven. Thematisch reichte das Angebot von Klimawandel und politischer Bildung über Sprachwissenschaft und Archäologie bis hin zu Inklusion, Neurodivergenz, Growth Mindset und Selbstregulation. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden ausgewählte Themen in Workshops vertiefen und gemeinsam diskutieren, welche Erkenntnisse und Ansätze für die schulische Praxis relevant sind. Auch beim gemeinsamen Mittagessen, an Informationsständen und in offenen Gesprächsrunden boten sich Gelegenheiten, Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen und neue Kontakte zu knüpfen.






Einblicke in wissenschaftliche Erkenntnisse, neue Impulse für die Unterrichtspraxis und interdisziplinärer Austausch
Lehrerin Inken Christiansen sagte: „Im Unterschied zu klassischen Fortbildungen finde ich es ganz toll, dass es beim Herbstcampus nicht konkret um Unterricht geht, sondern um neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Es ist sehr gut, in diesem Bereich das eigene Grundlagenwissen aufzufrischen und eine neue Perspektive zu bekommen.“
Auch für Lehramtsstudierende bot der Tag die Gelegenheit, Einblicke in die Perspektiven und Erfahrungen bereits berufstätiger Lehrkräfte zu gewinnen. „Besonders wertvoll fand ich, konkrete Unterrichtsmaterialien kennenzulernen, die ich für meine eigene Unterrichtspraxis nutzen kann. Gleichzeitig war der Austausch mit Lehrkräften, anderen Studierenden und der Forschung sehr interessant und hat mir neue Perspektiven eröffnet“, sagt Daniel, der Chemie und Latein auf Lehramt studiert.
Fortsetzung geplant
Gelungener Auftakt für ein neues, zukünftig jährlich geplantes Format
Mit dem ersten Herbstcampus ist der Auftakt für ein neues, jährlich geplantes Fortbildungsformat gelungen. Die Erfahrungen aus der Premiere sollen in die Weiterentwicklung des Angebots einfließen. Ziel bleibt es, Lehrkräften und Lehramtsstudierenden unterschiedlicher Fächer und Schularten einen Raum für fachlichen Austausch, neue Perspektiven und die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der schulischen Praxis zu bieten.
Über den Herbstcampus
Der Herbstcampus ist ein Fortbildungstag für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Fächer und Schularten. Veranstaltet wird er vom Zentrum für Lehrkräftebildung (ZfL) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Kieler Forschungswerkstatt. Die Veranstaltung wurde durch das EU-geförderte Projekt Science Comes to Town unterstützt.
Kontakt
Zentrum für Lehrkräftebildung (ZfL)
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
herbstcampus@zfl.uni-kiel.de




Über Science Comes To Town:
2026 erwartet Kiel, Brest und Split ein Jahr voller Wissenschaft: Das EU-geförderte internationale Projekt Science Comes To Town bringt Festivals, Mitmachaktionen, Workshops und Beteiligungsformate in die Städte und Regionen. Bürger*innen können sich auf ein abwechslungsreiches Jahresprogramm freuen, das Neugier weckt und Lust auf Wissenschaft macht. Geleitet wird das Projekt gemeinsam von der KielRegion und der Landeshauptstadt Kiel. Die Projektkoordination verantwortet das EU-Office der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

EU-Förderung:
Das Projekt Science Comes To Town ist gefördert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen liegen ausschließlich in der Verantwortung der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der European Research Executive Agency wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für diese verantwortlich gemacht werden.
