Plastikpiraten gehen ab 1. Mai in die nächste Runde

Die Plastikpiraten sind eine Citizen Science Aktion für Jungen und Mädchen von 10 bis 16 Jahre

Neuer Aktionszeitraum vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2019

Am 1. Mai fiel der Startschuss für die fünfte Runde der Citizen Science Aktion Plastikpiraten. Seitdem sind deutschlandweit wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler unterwegs, um Daten für die Wissenschaft zu erheben. Mit wissenschaftlichen Methoden sammeln, zählen und dokumentieren sie Plastikmüll an und in Fließgewässern im gesamten Bundesgebiet.

Ihre Ergebnisse laden die Jungen und Mädchen anschließend auf einer digitalen Deutschlandkarte hoch. Das gefundene Mikroplastik schicken die Gruppen in die Kieler Forschungswerkstatt. Hier wird es von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern untersucht. Auch mit den erhobenen Daten arbeiten die Forschenden weiter. So analysieren sie beispielsweise, welche Flussabschnitte besonders stark mit Plastik verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt. Aus den Ergebnissen lassen sich wirksame Schutzmaßnahmen ableiten.

Plastikpiraten Daten
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Bislang schon über 9.000Plastikpiraten in ganz Deutschland

Mehr als 9.000 Jugendliche aus allen 16 Bundesländern haben seit dem Start im Herbst 2016 an der Jugendaktion teilgenommen. Dabei haben sie an mehr als 500 Standorten Daten zur lokalen Müllverschmutzung erhoben. Die meisten teilnehmenden Gruppen erforschten dabei den Rhein mit seinen Nebenflüssen, gefolgt vom Flusssystem Elbe, Weser, und Donau. Auch kleinere Fließgewässer wie die Ems und die Schwentine haben die Plastikpiraten bereits unter die Lupe genommen. Zu den Ergebnissen aus den Jahren 2016 und 2017 geht es hier. Die Daten aus dem Jahr 2018 werden derzeit noch ausgewertet.

Die aktuelle Runde der Plastikpiraten

  • Citizen Science Aktion für Jungen und Mädchen von 10 bis 16 Jahre
  • Aktionszeitraum zu Datenerhebung: 1. Mai bis 30.Juni 2019
  • Eingabe der Daten auf der Projekt-Webseite: 1. Mai bis 15. Juli 2019
  • Materialien zum Download
  • weitere Informationen auf der Projekt-Webseite oder bei Facebook

Über das Projekt Plastikpiraten

Die Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten“ wurde als Teil des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt und wird nun im Rahmen des BMBF-Forschungsschwerpunktes Plastik in der Umwelt fortgeführt. „Plastik in der Umwelt“ verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Verfahren, Methoden, Instrumente und Begriffe zur Untersuchung von Plastik in Ökosystemen zu entwickeln und umzusetzen. Das Ecologic Institut übernimmt dabei im Rahmen von PlastikNet die wissenschaftliche Begleitung der 18 Verbundprojekte im Forschungsschwerpunkt.

Die von den Plastikpiraten angewandte Methode haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt gemeinsam mit den Científicos de la Basura in Chile entwickelt. Sogenannte Müllwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler untersuchen in Chile bereits seit 2007 mit der Unterstützung von Citizen Science Projekten (Plastik-)Müll. Auch die Auswertung und Überprüfung der Datensätze im ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Prof. Martin Thiel von der Universidad Católica del Norte in Coquimbo.