Im ozean:labor setzen sich Schülerinnen und Schüler der 3. bis 13. Klasse mit aktuellen Themen aus der Meeresforschung auseinander.

Schülerinnen bei einer Expedition des ozean:labors an den Strand

ozeanlabor
Aktuelle Themen aus der Meeresforschung

Im ozean:labor setzen sich Schülerinnen und Schüler der 3. bis 13. Klasse mit aktuellen Themen aus der Meeresforschung auseinander. Entsprechend der jeweiligen Lernniveaus erhalten die Lerngruppen thematische Einblicke in die Meereswissenschaften sowie in die Arbeitsmethoden der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Durch die fachliche Anbindung an die naturwissenschaftlichen Lehrpläne sowie den Lehrplan für das Fach Erdkunde, stellt der Besuch im ozean:labor eine thematische Ergänzung für den Unterricht dar.


Angebote

Unsere Angebote richten sich an ganze Schulklassen. Je nach Klassenstärke wird die Lerngruppe in Kleingruppen aufgeteilt.

Die Ostsee als Lebensraum (Klassenstufe 3 bis 6)

Die Ostsee stellt einen einzigartigen Lebensraum dar. Schwankende abiotische Faktoren, wie z.B. der Salzgehalt erfordern eine hohe Anpassungsfähigkeit der hier beheimateten Lebewesen. Der Untersuchungsschwerpunkt dieses Programms liegt auf den Bewohnern der Ostsee sowie deren eng verflochtene Beziehungen untereinander.

Ausgehend vom Plankton untersuchen die Lerngruppen einzelne Stufen des Nahrungsnetzes und deren Bedeutung für einander. Das Eingreifen des Menschen in das Ökosystem „Ostsee“ und die daraus resultierenden Folgen soll dabei ebenso beachtet werden.

  • Warum ist Ostseewasser mal süß und mal salzig?
  • Was hat die Miesmuschel mit dem Seestern zu tun?
  • Was ist Plankton und warum ist es so wichtig?
  • Wie gelangt der Plastikmüll ins Meer?
  • Lärmverschmutzung unter Wasser – ein Problem für die Schweinswale?

In Absprache mit uns können unterschiedliche Themenmodule auswählt und individuellen Schwerpunkt gesetzt werden.

Expeditionslernen an der Ostseeküste – Küstenschutz, ökologische Veränderungen und Landnutzung an der Ostseeküste (Klassenstufe 10 bis 13)
Schülerinnen und Schüler beim Expeditionslernen an der Ostseeküste

Die Ostseeküste bietet eine Vielfalt an aquatischen, terrestrischen und marinen Lebensräumen. Eingriffe wie intensive Flächennutzung und Verschmutzung, aber auch der Klimawandel wirken sich auf diese verschiedenen Lebensräume und auf das Ökosystem aus. Bei dem mehrtägigen Angebot nehmen Schulklassen der Jahrgangsstufen 10 bis 13 Gebiete an der Ostsee genauer unter die Lupe. Das Expeditionslernen schafft bei den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für ihre Umwelt, fördert ihr Systemverständnis und vermittelt einen realistischen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten.

Themen Expeditionslernen

Im Rahmen des Programms „Expeditionslernen an der Ostseeküste“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit folgenden Themen:

  • Ökologische Veränderungen an der Ostseeküste und anthropogener Einfluss

    Hierbei stehen die Lebewesen der Ostsee sowie die menschlichen Einflüsse durch Plastik- und Lärmverschmutzung sowie invasive Arten im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die Organismen in der Ostsee sowie am Strand und nehmen Plankton- und Benthosproben. Außerdem führen sie meereschemische und -physikalische Untersuchungen durch und analysieren die Verschmutzung der Ostsee. Ergänzend interviewen die Jugendlichen Akteurinnen und Akteuren vor Ort wie Kioskbesitzende, die Hafenmeisterei, die Wasserwacht oder Fischerinnen und Fischer. Dabei erfragen Sie beispielsweise, welche Fischarten gerade gefangen wurden oder wie die Fangquoten generell aussehen.

  • Küstenschutz – Naturgefahren und Anpassungsstrategien an der Küste

    Beim diesem Thema beschäftigen sich die Jugendlichen zum Beispiel mit den Ursachen von Küstendynamik. Auch die Auswirkungen sich wandelnder Küsten auf Pflanzen, Tiere und Menschen werden thematisiert. Darüber hinaus lernen sie Küstenschutzmaßnahmen und ihre Funktionen kennen. All diese Fragestellungen werden auch vor den Hintergrund des Meeresspiegelanstiegs betrachtet. Dazu befragen die Schülerinnen und Schüler neben Akteurinnen und Akteuren vor Ort auch politische Entscheidungsträgerinnen und -träger.

  • Landnutzung an der Ostseeküste

    Wenn dieses Thema gewählt wird, führen die Jugendlichen unter anderem Boden- und Gewässeranalysen durch. Auch Vegetationsaufnahmen und die Untersuchung von Blütenbesuchern auf unterschiedlich genutzten Flächen sind Teil der Expedition. Die Expeditionsgebiete sind so ausgewählt, dass unterschiedliche Flächen entlang einiger in die Ostsee mündender Flüsse untersucht werden. So kann beispielsweise der Einfluss von intensiver Düngung sowohl auf den Boden als auch auf Gewässer untersucht werden.

Bei allen Themen findet ein Großteil der Arbeiten direkt im Untersuchungsgebiet statt. Hierdurch erhält das Projekt einen realistischen Expeditionscharakter. Für die ersten beiden Themen bietet ein Abschnitt der Westküste der Kieler Förde optimale Bedingungen. Dort findet man Bereiche mit unterschiedlicher Nutzung wie Kurstrand, Naturstrand oder Hafenbecken. Außerdem trifft man auf eine vielfältige Küstenmorphologie wie Steilküste, Sandstrand, Dünen oder Wald sowie zahlreiche Küstenschutzmaßnahmen. Expeditionen zum Thema Landnutzung wurden bisher an zwei kleinen Flüssen durchgeführt, die in die Ostsee münden.

Betreuung Expeditionslernen

Während des gesamten Projektes stehen den Schülerinnen und Schülern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt als wissenschaftliche Beratung zur Seite. Auch Lehramtsstudierende sind in die Betreuung eingebunden. Das benötigte Material für die Expedition wird von der Kieler Forschungswerkstatt bereitgestellt. Eventuelle Kosten für Übernachtung, Verpflegung und Anreise sind von der Schule zu tragen.

Überblick Expeditionslernen

Themen:

  • Ökologische Veränderungen an der Ostseeküste und anthropogener Einfluss
  • Küstenschutz
  • Landnutzung

Klassenstufe: 10 bis 13, alle Schularten

Fachrichtungen: Biologie, Chemie, Physik, Geographie

Zeitaufwand: 3 bis 4 Tage

Didaktische Mittel:

  • Projektarbeit mit eigenen und angeleiteten Komponenten
  • Freies Arbeiten - Schülerinnen und Schüler können eigene Fragestellungen entwickeln und erforschen
  • Einblicke in die Berufswelt
  • Erstellung von Zukunftsvisionen
  • Erstellung eines Films

Kontakt:
Kieler Forschungswerkstatt
Dr. Katrin Schöps (geo:labor)
Dr. Katrin Knickmeier (ozean:labor)
Telefon: 0431-880 5916
E-Mail: info@forschungs-werkstatt.de

Detaillierte Informationen zum Download

Die Ostsee der Zukunft (Klassenstufe 10 bis 13)
In dem neuen Programm im ozean:labor beschäftigen sich die Jugendliche mit den Veränderungen im Ökosystem Ostsee

Veränderung der Ostsee durch den anthropogenen Einfluss

Durch den Einfluss des Menschen wird es zukünftig zu großen Veränderungen des Ökosystems Ostsee kommen. An der deutschen Ostseeküste müssen wir beispielsweise in den nächsten 100 Jahren mit einer Erwärmung zwischen 2° und 4 °C rechnen. Außerdem sorgt die durch den anthropogenen Klimawandel hervorgerufene erhöhte CO2-Konzentration für eine Versauerung der Ostsee. Darüber hinaus weisen Forscherinnen und Forscher auf einen erhöhten Niederschlag hin. Durch diesen sinkt der Salzgehalt des Binnenmeeres. Die Eutrophierung sorgt schon seit Jahrzenten für Algenblüten und Sauerstoffmangel.

Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf das Ökosystem Ostsee?

Dieser Frage gehen wir in dem Programm „Die Ostsee der Zukunft“ nach. Die Schülerinnen und Schüler erhalten während ihres Besuches im ozean:labor einen Einblick in aktuelle Forschung zu den zukünftigen Veränderungen der Ostsee. Mit verschiedenen Experimenten untersuchen die Jugendlichen die Auswirkungen der Faktoren Erwärmung, Versauerung, Eutrophierung und Salinität auf unterschiedliche benthische Organismen. Zudem setzen wir eine neu entwickelte Computersimulation ein, um die Interaktionen der Organismen zu verdeutlichen. Auch weitreichendere ökosystematische sowie Veränderungen über die Zeit können so gezeigt werden.

Das neue Angebot "Die Ostsee der Zukunft" kann ab dem Schuljahr 2018/2019 gebucht werden.

Plastikpiraten wieder in Deutschland unterwegs
Die Plastikpiraten waren wieder in Deutschland unterwegs

Schulklassen untersuchen über 100 Standorte entlang deutscher Flüsse auf Müllverschmutzung

Im Mai und Juni 2018 waren in ganz Deutschland wieder zahlreiche Jugendliche als Plastikpiraten unterwegs. Insgesamt fast 2.000 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am nun schon dritten Probennahmezeitraums des Citzen Science Projektes für Schülerinnen und Schüler. Dabei haben sie an 110 Standorten Daten über die Müllverschmutzung an und in deutschen Flüssen gesammelt.

Wichtiger Beitrag für die Forschung

Mit ihrem Engagement als Plastikpiraten leisten die Jungen und Mädchen einen wichtigen Beitrag zur Forschung zum Thema Plastikmüll. So lassen sich mit Hilfe der gesammelten Daten beispielsweise folgende Fragen beantworten:

  • Wie viel Müll findet sich an und in Fließgewässern?
  • Was sind mögliche Müllquellen und wie setzt sich der gefundene Müll zusammen?
  • Welche Mengen größerer Müll und wie viel Mikroplastik treiben auf den Flüssen Richtung Meer?

Auswertung der Datensätze

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt werten zurzeit die von den Schülerinnen und Schülern gesammelten Daten aus. In die Auswertung fließen auch Fotos zur Dokumentation der Müllfunde und Mikroplastikprobe ein.

Zu den Ergebnissen aus den Aktionszeiträume der Jahre 2016 und 2017 geht es hier.

Neuer Aktionszeitraum der Plastikpiraten vom 15. September bis zum 15. November 2018

Am 15. September 2018 startet bereits der nächste Probennahmezeitraum der Plastikpiraten. Das kostenfreie Aktionsheft sowie das Lern- und Arbeitsmaterial können Lehrkräfte ab sofort über die offizielle Projekt-Webseite bestellen. Hier finden Sie auch weitere Informationen zur Teilnahme, zu den Materialien sowie zum wissenschaftlichen Hintergrund der Aktion.

Weitere Einblicke in die Aktion sowie das Thema Plastik in der Umwelt gibt auch der Mitschnitt des Vortrages „Plastikpiraten – leider erfolgreich…“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt haben diesen Vortrag im Rahmen der Kinder- und Schüleruni der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Exzellenzclusters „Ozean derZukunft“ gehalten.

Über das Projekt Plastikpiraten

Die Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten“ wurde als Teil des Wissenschaftsjahres 2016*17 - Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt und wird nun im Rahmen des BMBF-Forschungsschwerpunktes Plastik in der Umwelt fortgeführt. „Plastik in der Umwelt“ verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Verfahren, Methoden, Instrumente und Begriffe zur Untersuchung von Plastik in Ökosystemen zu entwickeln und umzusetzen.

Das Ecologic Institut übernimmt dabei im Rahmen von PlastikNet die wissenschaftliche Begleitung der 18 Verbundprojekte im Forschungsschwerpunkt. Die wissenschaftliche Auswertung der von den Plastikpiraten erhobenen Daten erfolgt im ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt.

Plastikmüll im Ozean – Wer bringt den Müll raus? (Klassenstufe 7 bis 10)
Beim Kurstag in der Ferienakademie dreht sich alles um das Thema Plastikmüll in den Weltmeeren

Neuer Kurstag im ozean:labor

Mit dem Schuljahr 2018/19 startet in der Kieler Forschungswerkstatt ein neues sechstündiges Programm zum Thema Plastikmüll in den Weltmeeren. An ihrem Kurstag setzen sich die Jungen und Mädchen der Klassenstufe 7 bis 10 intensiv mit dieser Problematik auseinander. Darüber hinaus erfahren sie, was jeder Einzelne gegen die Verschmutzung der Ozeane unternehmen kann.

Verschmutzte Strände und in Plastikmüll verfangene Tiere

Das Thema Plastikmüll im Ozean gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit. Bilder von verschmutzten Stränden und in Plastikmüll verfangene Tiere sind weit verbreitet. Auch bei vielen Kindern und Jugendlichen wächst der Wunsch etwas gegen dieses Problem zu unternehmen. Doch seine Größe und Vielfältigkeit sind zunächst einmal lähmend. Der Kurstag in der Kieler Forschungswerkstatt setzt genau hier an und untersucht Lösungsansätze aus Forschung und Gesellschaft.

Welche Lösungsansätze gibt es bereits und was kann jeder Einzelne tun?

In vielen Bereichen der Gesellschaft gibt es bereits Forschungsprojekte und innovative Ideen zur Lösung des Problems. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Thematik untersuchen. Zudem erfahren sie, welche Lösungsansätze alternative Kunststoffe sowie unsere Abfallwirtschaft liefern. Auch die Frage, was jeder Einzelne hinsichtlich der Problematik tun kann, thematisiert das neue Angebot.

Ablauf Kurstag Plastikmüll im Ozean

In einem Einstiegsvortrag besprechen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ozean:labors zunächst die Grundlagen der marinen Verschmutzung. Hierbei werden auch deren Auswirkungen auf die marinen Lebensgemeinschaften thematisiert. Im Anschluss durchlaufen die Schülerinnen und Schüler aufgeteilt in kleinere Arbeitsgruppen vier verschiedene Stationen. An jeder dieser Stationen untersuchen sie jeweils unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten.

  • Mikroplastik – Kleine Partikel großes Problem
    Wo auf der Welt sind die Strände am stärksten mit Mikroplastik belastet? Welche Gründe gibt es dafür und warum ist es eigentlich wichtig dies zu wissen? Diesen Fragen gehen die Jugendlichen mithilfe einer wissenschaftlichen Untersuchung auf den Grund. Neben dem methodischen Vorgehen steht dabei auch die Frage im Mittelpunkt, welche Bedeutung solche Untersuchungen zur Bekämpfung von Umweltproblemen haben.
  • Biokunststoffe – Eine Alternative mit Potential?
    Biomüllbeutel und Plastikbesteck aus Biokunststoffen versprechen biologisch abbaubar zu sein. Ob diese Versprechung das Problem lösen kann und was genau unter Biokunststoffen chemisch verstanden wird, erfahren die Schulklassen an dieser Station. Gemeinsam stellen wir Biokunststoffe her und hinterfragen deren Abbaubarkeit.
  • Informieren und Überzeugen durch Stop Motion-Filme
    Soziale Netzwerke dienen der Verbreitung einer Vielzahl von Informationen. Warum die Netzwerke nicht nutzen, um Menschen weltweit oder auch im direkten Umfeld auf globale Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen? An der Social Media-Station erstellen die Schülerinnen und Schüler einen Stop Motion-Film, der über die Problematik des Meeresmülls informiert. Dabei sollen sie genau hinterfragen, welchen Mehrwert soziale Netzwerke in der Bekämpfung des Müllproblems haben können.
  • Recycling von Kunststoffen – Eine zweite Chance für Rohstoffe
    Deutschland ist Vorreiter, wenn es darum geht Müll zu trennen und zu recyceln. Aber was genau passiert nachdem der Müll unsere Wohnung verlassen hat und welche Formen von Recycling gibt es eigentlich? Experimentell setzen sich die Jungen und Mädchen mit aufwendigen Verfahren auseinander und untersuchen Vor- und Nachteile.

Der Kurstag umfasst etwa 6 Zeitstunden.

Kurstag zum Thema Meeressäuger (Klassenstufe 7 und 8)
Meeressäuger stehen im Fokus des Horizon 2020-Projektes Marine Mammals

Meeressäuger: Wale, Seehunde, Seelöwen, Seekühe, Seeotter und Eisbären

Marine Säuger genießen weltweit besondere Aufmerksamkeit. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des marinen Ökosystems und verfügen über viele besondere Fähigkeiten. Gleichzeitig sind diese großen Sympathieträger aber auch stark gefährdet. Hierzu gehören insbesondere von Menschen verursachte Bedrohungen wie Schadstoffbelastungen, Beifang, Lebensraumverlust, Unterwasserlärm oder Müll im Meer. In dem neuen sechstündiges Programm tauchen Jungen und Mädchen der Klassenstufe 7 und 8 einen Tag lang in die Welt der Meeressäuger ein.

Ablauf des Kurstages zum Thema Meeressäuger

Der Kurstag beginnt mit einem allgemeinen Einführungsvortrag über die Biologie der Meeressäuger, speziell der Nord- und Ostsee-Bewohner. Auch die Gefahren, denen unsere marinen Säuger ausgesetzt sind, thematisiert der Vortrag. Aufgeteilt in Arbeitsgruppen durchlaufen die Schülerinnen und Schüler anschließend fünf verschiedene Stationen:

  • Akustik und Lärmverschmutzung

    An dieser Station widmen wir uns der Frage, wie Meeresäugetiere ihre Umgebung hören und erfassen. Meeressäuger leben und kommunizieren in einer aquatischen Umgebung, die oft dunkel und trübe ist. Somit ist die Sicht über die Augen sehr eingeschränkt. Vor allem Wale haben unterschiedliche Kommunikationsstrategien und Orientierungssysteme entwickelt. Diese ermöglichen es ihnen, ihre Beute zu finden und sogar über große Entfernungen miteinander zu kommunizieren. Von Menschen verursachter Unterwasserlärm stresst viele Wale. Anhand eines Modellversuches veranschaulichen wir, wieviel Lärm beispielsweise bei der Errichtung von Windparks entsteht.

  • Plastik im Meer

    Wale und Robben verfangen sich in abgerissenen Netzen, die als Geisternetze bekannt sind. Sie verletzen sich dabei oder können sich nicht aus eigener Kraft befreien, was dazu führt, dass sie nicht mehr weiterschwimmen können. Auch verwechseln Meeresäuger Plastikfragmente mit ihrer Nahrung und fressen sie versehentlich. Immer wieder finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschatler große Mengen an Plastikmüll in den Mägen getrandeter Tiere. Im Januar 2016 strandeten beispielsweise 30 Pottwale an den Stränden der Nordsee. Fanggeräte oder eine Plastikabdeckung für den Motor von Fahrzeugen waren nur einige der Inhalte, die bei den in Deutschland gestrandeten Walen in den Mägen entdeckt wurden.

  • Tauchen, Atmen und Leben unter Wasser

    Im Wasser zu leben ist mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Bei den Meeressäugern ist dies insbesondere das Atmen mit Lungen. Daher müssen diese Tiere einige Anpassungen vornehmen, um im Wasser leben zu können. Ein naheliegendes Problem ist sicherlich der drohende Sauerstoffmangel während längerer Tauchgänge. Welche weiteren Herausforderungen die Meeressäuger überwinden müssen, um erfolgreich im Wasser leben zu können, lernen die Schülerinnen und Schüler an dieser Station.

  • Nahrung der Wale

    Um herauszufinden was Wale fressen untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Mageninhalt von gestrandeten Tieren. In den Mägen finden sie dabei oft Knochenreste wie Otholiten von Fischen oder Schnäbel von Tintenfischen. An dieser Station sezieren und untersuchen die Schulklassen Tintenfische. Diese werden beispielsweise von Zahnwalen wie dem Pottwal gefressen.

  • Walfang früher und heute

    In einigen Teilen der Welt began der Walfang schon mindestens 3.000 Jahre vor Christus. Während der Ära des industriellen Walfangs im 20. Jahrhundert wurden die meisten der größten Walarten gejagt bis sie fast ausgestorben waren. Heutzutage gibt es immer noch einige Länder, die Walfang betreiben. Anhand eines Rollenspiels diskutieren die Mädchen und Jungen, ob der Walfang komplett abgeschafft werden sollte.

Der Kurstag umfasst etwa 6 Zeitstunden.

Foto/Copyright: Peter Verhoog, FjordandBælt
Schülerforschungszentrum Kieler Forschungswerkstatt
Im Schülerforschungszentrum besuchen Kinder und Jugendliche tolle Nachmittags- und Ferienangebote

Nachmittagsangebote im Schülerforschungszentrum Kieler Forschungswerkstatt

In den kostenlosen Nachmittagsangeboten im Schülerforschungszentrum (SFZ) Kieler Forschungswerkstatt können Kinder und Jugendliche ab der 3. Klasse selbständig forschen und eigene Projekte bearbeiten. Bei uns im Schülerlabor finden die Mädchen und Jungen dafür nicht nur die optimale Ausstattung, sondern auch immer den richtigen Ansprechpartner oder die richtige Ansprechpartnerin für ihre Fragen.

Das Schülerforschungszentrum steht allen Interessierten immer mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr offen. Neben dem freien Forschen bieten wir hier auch Workshops und Kurse an.

Science Research Club für Jungen und Mädchen ab der 3. Klasse
ab 26. Oktober 2018 immer freitags von 15 bis 18 Uhr

Wer findet das Gelbe vom Ei? Wie macht man eigentlich Honig oder stellt eigene Klebestifte her? Und wer ist der beste Lampendetektiv? Im Science Research Club treffen wir uns immer freitags von 15 bis 18 Uhr, um zusammen zu tüfteln und zu forschen. Wir bearbeiten verschiedene Forschungsfragen und wollen dabei auch mit dir zusammen dein eigenes Forschungsprojekt finden.

Hinweis: Nach vorheriger Absprache ist es im Science Research Club prinzipiell möglich zu einer späteren Uhrzeit dazu zu stoßen oder auch früher zu gehen. Bei unserem ersten Treffen am 26. Oktober möchten wir jedoch mit allen gemeinsam die Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr nutzen. Bitte plant an diesem Tag ein, in jedem Fall in der angegebenen Zeit bei uns zu sein!

Freies Forschen für Mädchen und Jungen ab der 8. Klasse
nach Vereinbarung im Rahmen der Öffnungszeiten

Du hast schon eine eigene Idee oder ein eigenes Forschungsprojekt, an dem du bei uns frei forschen möchtest? Dann melde dich unter sfz@forschungs-werkstatt.de an und wir besprechen mit dir dein Forschungsvorhaben. Dieses kannst du dann während der Öffnungszeiten des SFZ selbstständig bearbeiten.

Feinstaub und Luftkeime: Wie sauber ist unsere Luft? (Alle Klassenstufen)
Einzeltermin am 24. Oktober 2018 von 15 bis 18 Uhr

An diesem Nachmittag wollen wir mit euch zusammen unsere Luft untersuchen. Wir erforschen wie sauber eigentlich die uns umgebenden Luft ist, die wir immerzu einatmen. Außerdem schauen wir beispielsweise, wie hoch die Belastung an Feinstaub ist oder welche Keime sich in unserer Luft finden. Neben der Bearbeitung verschiedener Forschungsfragen, wollen wir dich auch dabei unterstützen, dein eigenes Forschungsprojekt zu finden.

Der Treibhauseffekt - Fluch, Segen oder ein bisschen von beidem? (ab der 8. Klasse)
am 2. November, 7. November und 9. November von 15 bis 18 Uhr

Wie beeinflussen verschiedene Gase den natürlichen Treibhauseffekt? Und wie stark beeinflussen Menschen die Klimaerwärmung? Diesen und anderen Fragen wollen wir mithilfe von verschiedenen Experimenten auf den Grund gehen. Hierzu entwickeln wir mit euch gemeinsam physikalische Modelle. Auch untersuchen wir die Auswirkungen von verschiedenen Gasen auf unsere Atmosphäre experimentell.

Workshop Mikroplastik (ab der 7. Klasse)
vom 14. bis 28. November 2018 immer mittwochs von 15 bis 18 Uhr

In diesem Workshop dreht sich alles um das Thema Mikroplastik: Welche Kosmetikprodukte enthalten Mikroplastik? Wie viel Mikroplastik finden wir an unseren Stränden? Kann man Mikroplastik wieder aus dem Meer heraus holen? Und welche Effekte hat Mikroplastik auf Lebewesen? All diesen Fragen widmen wir uns an den drei Terminen. Gleichzeitig helfen wir dir dabei, dein eigenes Forschungsprojekt finden, an dem du im Anschluss an den Workshop weiterarbeiten kannst.

Workshop Lebensmittelchemie (ab der 9. Klasse)
vom 4. Januar bis 25. Januar 2019 immer freitags von 15 bis 18 Uhr

Wie unterscheidet man verschiedene Lebensmittel voneinander? Ist Obst wirklich so gesund? Und mit welchen Methoden können Lebensmittel untersucht werden? Diese und weitere Fragestellungen möchten wir im Workshop Lebensmittelchemie mit dir gemeinsam untersuchen. Ein Fokus liegt dabei auf dem Erlernen von Methoden und Arbeitsweisen zur Untersuchung von Lebensmitteln. Ausgestattet mit dem richtigen Handwerkszeug, kannst du im Anschluss an den Workshop an deinem eigenen Forschungsprojekt weiterarbeiten.

ACHTUNG! Für alle Workshops ist eine Anmeldung erforderlich. Schicke hierzu einfach eine E-Mail an sfz@forschungs-werkstatt.de

Lage des Schülerforschungszentrums

Das Schülerforschungszentrum findet ihr in den neu errichteten Modulbauten im Botanischen Garten. Einen Lageplan gibt es hier.

Anreise mit dem Auto

Der Botanische Garten der Kieler Universität, wo sich das Schülerforschungszentrum und die Kieler Forschungswerkstatt befinden, ist mit dem Auto gut zu erreichen. Parkmöglichkeiten gibt es am Ende der Leibnizstraße. Die Schranke am Anfang der Leibnizstraße wird geöffnet, wenn Ihr Bescheid geben, dass Ihr zum Botanischen Garten möchtet.

Anreise mit Bus und Bahn

Mit den Buslinien 50, 81 und 60S (Schnellbus) bis zur Endhaltestelle „Botanischer Garten“. Von hier aus ist das Schülerforschungszentrum durch den Haupteingang des Botanischen Gartens bequem zu erreichen.

Die Buslinien 6 und 61/62 halten an den Haltestellen „Uni-Sportstätten“ bzw. „Leibnizstraße“, von denen aus der Botanische Garten zu Fuß ebenfalls gut zu erreichen ist. Der Fußweg von der Haltestelle „Leibnizstraße“ ist geringfügig kürzer.

Bis auf die Buslinie 6 fahren die genannten Linien alle über den Hauptbahnhof Kiel.

Netzwerk Schülerforschungszentren Schleswig-Holstein (SFZ-SH)

Das SFZ Kieler Forschungswerkstatt ist einer von insgesamt sechs Standorten des Netzwerkes Schülerforschungszentren Schleswig-Holstein. Hierbei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Joachim Herz Stiftung, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 wurden im Rahmen des Netzwerks an insgesamt sechs Standorten in Schleswig-Holstein Schülerforschungszentren aufgebaut.

An elf Stützpunktschulen sowie in der Kieler Forschungswerkstatt stehen den Mädchen und Jungen gut ausgestattete Räumlichkeiten und eine individuelle Betreuung durch Fachkräfte zur Verfügung. Auch Hochschulen, weitere Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen sind regional in die Angebote der Zentren eingebunden. So erhalten die Jugendlichen Gelegenheit, die Arbeit in Forschungsverbünden kennenzulernen sowie gemeinsam kreative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Alle Infos unter www.sfz-sh.de

Kinder- und Schüleruni 2018/2019
Die Kinder- und Schüleruni 2018/2019 startet am 28. November 2018

Start am 28. November 2018

Die Kinder- und Schüleruni geht in eine neue Runde! Immer mittwochs um 16 Uhr laden wir Euch auch in diesem Jahr wieder zu spannenden Vorlesungen in das Audimax der Uni Kiel ein. Los geht es am 28. November 2018 mit Professor Dietmar Block aus der Arbeitsgruppe Experimentelle Plasmaphysik. In seinem etwa einstündigen Vortrag spricht er über die Physik des Bumerangs.

Am 5. Dezember 2018 erläutert Professor Wolfgang Duschl die Frage, ob es auf anderen Planeten ebenfalls Leben gibt. Der Meereswissenschaftler Dr. Toste Tanhua gibt am 12. Dezember 2018 Einblick in seinen Forschungsalltag. Zu dieser Vorlesung sind auch die Eltern und Verwandten herzlich eingeladen.

Professorin Nele Matz-Lück vom Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht erklärt am 16. Januar 2019 warum Staaten darüber streiten, wann eine Insel eine Insel ist. Zum Abschluss der Kinder- und Schüleruni hält die Umweltarchäologin Prof. Dr. Wiebke Kirleis am 23. Januar 2019 einen Vortrag über Essen und Trinken in der Vergangenheit.

Alle Vorlesungen der Kinder- und Schüleruni sind für Jungen und Mädchen von acht bis zwölf Jahren. Sie beginnen jeweils um 16 Uhr und dauern rund 60 Minuten. Veranstaltungsort ist der Große Hörsaal im Audimax der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

Eintrittskarten für die Kinder- und Schüleruni

Für den Einlass zu den Vorträgen ist eine Eintrittskarte erforderlich. Diese gibt es ab Freitag, 9. November 2018, im Vorverkauf für 1,00 Euro bei den

Kieler Nachrichten
Fleethörn 1–7 (Kundenhalle)
24103 Kiel.

Eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn können Restkarten direkt im Audimax erworben werden.

Programm der Kinder- und Schüleruni 2018/2019

28. November 2018
Prof. Dr. Dietmar Block
Institut für Experimentelle und Angewandte Physik
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Warum kommt ein Bumerang zurück?

Der Flug des Bumerangs ist einfach faszinierend. Kaum geworfen zieht er die Blicke magisch auf sich, während er seine Runde dreht und alle Fragen sich, ob er zurückkommt. Ist das Zauberei oder kann die Wissenschaft das erklären? In seinem Vortrag geht der Physikprofessor Dietmar Block dem Rätsel des Bumerangfluges auf den Grund.

5. Dezember 2018
Prof. Dr. Wolfgang Duschl
Institut für Theoretische Physik und Astrophysik
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Gibt es Leben auf anderen Planeten?

In den letzten 20 Jahren wurden fast 5.000 neue Planeten entdeckt, die nicht die Sonne, sondern andere Sterne umkreisen. Gibt es welche, auf denen einfaches Leben möglich ist? Der Astrophysiker Prof. Dr. Wolfgang J. Duschl zeigt, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese fernen Planeten gefunden haben und wie man sie auf Leben untersuchen kann.

12. Dezember 2018
Weihnachtsvorlesung mit Eltern und Verwandten

Dr. Toste Tanhua, Boris Herrmann, Birte Lorenz
GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Mit Rennyachten den Ozean erforschen

Rennyachten segeln in abgelegenen Gebieten der Weltmeere, in denen andere Boote selten zu sehen sind. Dieses Potenzial will die Wissenschaft für sich nutzen: Daher wurden bereits mehrere Hochseeyachten mit Sensoren ausgestattet, die nun entlang der Regattastrecken rund um die Welt Daten für die Forschung sammeln. Der Meereswissenschaftler Dr. Toste Tanhua berichtet mit zwei aktiven Segelnden von der neuartigen Kooperation zwischen Extrem-Segelsport und Meeresforschung.

16. Januar 2019
Prof. Dr. Nele Matz-Lück
Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Inseln, Felsen und Riffe - Warum streiten Staaten, wann eine Insel eine Insel ist?

In vielen Meeresteilen der Welt streiten die Menschen darüber, wer in hier fischen oder Erdöl fördern darf. Oftmals kommt es sogar zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Bei diesen Streitigkeiten spielen insbesondere Inseln eine wichtige Rolle. Die Seerechtsexpertin Prof. Dr. Nele Matz-Lück erklärt in ihrem Vortrag wann ein Stück Land, das aus dem Meer ragt, ein Fels oder eine Insel ist und welche Bedeutung das für die beteiligten Staaten hat.

23. Januar 2019
Prof. Dr. Wiebke Kirleis
Institut für Ur- und Frühgeschichte
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Döner in der Steinzeit?

Heute essen wir Lebensmittel aus aller Welt. Doch ist das schon immer so? Wovon haben sich die Leute in der Steinzeit ernährt, und woher stammen eigentlich unsere Kulturpflanzen und Haustiere? Die Archäobotanikerin Prof. Dr. Wiebke Kirleis berichtet, wie 6.000 Jahre alte Getreidekörner und Wildäpfel auf archäologischen Ausgrabungen in Schleswig-Holstein entdeckt werden. Außerdem zeigt sie, welche Verbindung diese Funde zum Nahen Osten, in den Irak und die Südosttürkei haben.

Das Wichtigste zur Kinder- und Schüleruni in Kürze

Was: Kinder- und Schüleruni 2018/2019, Beginn am 28. November 2018
Wer: Schülerinnen und Schüler von 8 bis 12 Jahre
Wann: jeweils Mittwoch um 16 Uhr (Vortragsdauer ca. 1 Stunde)
Wo: Christian-Albrechts-Univeristät zu Kiel, Audimax, Großer Hörsaal

Kontakt Kinder- und Schüleruni
Kieler Forschungswerkstatt
E-Mail: info@forschungs-werkstatt.de
Telefon: 0431-880 5916

Über die Kinder- und Schüleruni

Im Oktober 2008 eröffnete Deutschlands bekanntester Klimaforscher Professor Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel die erste Vorlesungsreihe der Kinder- und Schüleruni „Ozean der Zukunft" mit seinem Vortrag „Warum ist es auf der Erde so schön warm?". Seitdem haben rund 20.000 Schülerinnen und Schüler die bisher mehr als 50 Vorlesungen besucht.

Die Kieler Forschungswerkstatt organisiert die Kinder- und Schüleruni gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft". Medienpartner der Veranstaltung sind die Kieler Nachrichten und GEOlino, das Erlebnis-Heft für Kinder von 8 bis 14 Jahren.

In der Kieler Forschungswerkstatt bieten wir nicht nur Programme für Schülerinnen und Schüler an. Auch Lehrerinnen und Lehrer können bei uns neue Anregungen und Impulse für ihren Unterricht erhalten.

Durch unsere Lehrerfortbildungen bekommen Sie die Möglichkeit sich über aktuelle Forschungsthemen zu informieren. Sie erhalten wertvolle Tipps und Anregungen, wie Sie diese in den Unterricht integrieren und an Lehrplanthemen angliedern können.

Materialien „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“
Laden Sie jetzt die Materialien herunter und werden Sie mit Ihrer Schulklasse oder Jugendgruppe zu Plastikpiraten

Ein bundesweites Citizen Science-Projekt zur Beteiligung von Jugendlichen an aktueller Forschung

Wie stark sind deutsche Fließgewässer und Meere mit Plastikmüll belastet? Welche Arten von Kunststoffen lassen sich besonders häufig in der Umwelt finden und welche Auswirkungen hat das auf unsere Meere und Ozeane? In dem  bundesweiten Citizen Science-Projekt "Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" leisten für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Forschungsfragen.

Materialien für Lehrkräfte

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerinnen der Kieler Forschungswerkstatt und der Universidad Católica del Norte in Antofagasta (Chile) unterrichtsbegleitende Materialien konzipiert. Diese stehen allen interessierten Lehrkräften als Ausgangspunkt für handlungsorientierte Unterrichtseinheiten in den Fächern Biologie, Geografie, Chemie, Sozialkunde und für Projektwochen auf der Projekt-Website zur Verfügung.

Folgende Materialien stehen zum kostenfreien Download bereit:

Aktionsheft
Das Aktionsheft dient den Jugendlichen als Hilfestellung und als wissenschaftliche Anleitung zur Datenerhebung auf ihren Exkursion zwischen dem 1. Mai und 30. Juni 2017.

Lehr- und Arbeitsmaterial für Lehrkräfte
Das Lehr- und Arbeitsmaterial für Lehrkräfte enthält Hintergrundinformationen zum Thema Meere und Ozeane sowie Lernaufgaben als Kopiervorlagen. Diese Material kann auch unabhängig von einer Flussbeprobung und über den Aktionszeitraum hinaus genutzt werden.

Bauanleitung Mikroplastiksieb
Um Mikroplastik an einem sandigen Flussufer zu finden, benötigen die Projektgruppen ein Mikroplastiksieb.

Leitfaden für Lehrkräfte und Gruppenleitungen

Weitere Informationen zur Jugendaktion "Plastikpiraten"

Alle Informationen zum Citizen Science-Projekt "Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" finden Sie hier.

Expeditionskisten für Lehrerinnen und Lehrer
Schülerinnen mit den Expeditionskisten

Vielfältige Möglichkeiten für Lehrkräfte zur Gestaltung von Projekttagen und -arbeiten

Als Lehrkraft haben Sie die Möglichkeit, kostenfrei Expeditionskisten bei uns auszuleihen. Je nach Bedarf stellen wir Ihnen die Kisten für einige Tage oder bis zu maximal vier Wochen zur Verfügung. Um Engpässe zu überbrücken, konnten wir dank der Unterstützung von Sponsoren einige Kisten bereits doppelt anschaffen.

Expeditionskisten zu folgenden Themen stehen zur Verfügung:

  • Plankton (1x)
    Mithilfe der Materialien in der Planktonkiste können die Schülerinnen und Schüler beispielsweise Bestimmungsübungen von Phyto- und Zooplankton durchführen. Auch Planktondichtemessung sind mit dieser Kiste möglich.
  • Benthos (2x)
    Die Benthoskiste bietet den Lernenden unter anderem zoologische Bestimmungsübungen. Darüberhinaus können die Jungen und Mädchen Experimente zum Filtrierverhalten von Miesmuscheln, zum Tarnverhalten von Ostseegarnelen oder mit Seesternen durchführen. Hierfür steht ihnen ein kleines Aquarium mit Luftfilter sowie ein Siebsatz zur Verfügung. Ergänzend zur Kiste können zwei verschiedene Bodengreifer für Bodenproben (Ekman-Birge-Greifer und van-Veen-Greifer) sowie Pfahlkratzer und Schiebekescher für das Sammeln von Benthosorganismen ausgeliehen werden. Auch Wathosen stellen wir gerne leihweise zur Verfügung.
  • Meereschemie (2x)
    Der Inhalt der Meereschemiekiste ermöglicht beispielsweise Messungen von Sauerstoff, Stickstoff, Nitrat oder Phosphor. Außerdem können die Kinder und Jugendlichen mit dieser Kiste Experimente zur Ozeanversauerung durchführen.
  • Meeresphysik (1x)
    Mit dieser Expeditionskiste können die Schülerinnen und Schüler Osteemodelle betrachten. Ergänzend sind verschiedene Geräte zur Durchführung von Messungen enthalten.
  • Plastik (2x)
    Die Plastikkiste hilft den Jungen und Mädchen bei der Untersuchung von Mikro- und Makroplastik.
  • Fisch (1x)
    In dieser Kiste finden die Lernenden Materialien für die Fischsektion. Hierzu zählen Wachsschalen, Präparierbesteck, Kittel und Handschuhe.
  • Akustik (1x)
    Mit der Akustikkiste können die Schülerinnen und Schüler die Lärmverschmutzung unter Wasser messen. Sie beinhaltet ein Unterwassermikrophon (Hydrophon) mit Verstärker, ein Laptop mit einer Akustik-Software, Boxen mit Subwoover sowie Kopfhörer.
  • Meeressäuger (1x)
    Mit der Meeresäugerkiste können die Kinder und Jugendliche zum Beispiel spannende Versuche zur Tauchphysiologie, zur Plastikverschmutzung oder zur Unterwasserakustik durchführen.
  • Schweinswalskelett (1x)
    Hier steht den Jungen und Mädchen ein echtes Skelett eines Schweinswales als „Bausatz“ zur Verfügung. Eine Computeranimation hilft dabei, dass der Bau des Schweinswales gelingt.

Ausstattung der Expeditionskisten

Alle Expeditionskisten sind mit ausreichend Material für umfangreiche Schülerprojekte ausgestattet. Ergänzend zu den Kisten können auch einige Mikroskope oder Binokulare ausgeliehen werden. Gerne stellen wir zudem verschiedene Skripte mit zahlreichen Experimentiervorschlägen und Versuchen zu den jeweiligen Themengebieten zur Verfügung. Auch Fachbücher, teilweise in kompletten Klassensätzen, können Sie von uns für die Projektarbeiten Ihrer Schülerinnen und Schüler erhalten.

Kontakt/Anfrage Expeditionskisten:

Kieler Forschungswerkstatt
ozean:labor
Telefon: 0431-880 5916
E-Mail: info@forschungs-werkstatt.de

 
Begleitmaterial zur Kinderuni

Begleithefte und Film-Material zu den Vorträgen der Kinderuni

Dir hat ein Thema bei der Kinderuni besonders gut gefallen? Du möchtest dich informieren, worüber an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gerade geforscht wird? Sie suchen kindgerechte Informationen zu aktuellen Forschungsthemen oder Materialien für den Schulunterricht? Dann sind die Begleitmaterialien zur Kinderuni genau das Richtige.

Alle Begleithefte zu den Beiträgen der Kinderuni aus den Jahren 2008 bis 2013 als PDF zum Herunterladen, Stöbern, Lesen, Staunen oder Einsetzen im Unterricht sind hier kostenfrei erhältlich.

Ein Rückblick über alle Vorträge der vergangenen Jahre inklusive Film-Mitschnitte ist hier zu finden.

Schulbuch „Abenteuer Weltmeere“

Schulbuch mit spannenden Experimenten und leicht verständlichen Texten

Wie verändern sich die Ozeane und welche Ursachen haben die Veränderungen? Was treibt die Meeresströmungen an? Warum ist das Meer der größte Kohlenstoffspeicher? – Das sind nur einige der Fragen, denen Meeresforscherinnen und -forscher sowie Lehrkräfte in dem Schulbuch "Abenteuer Weltmeere" auf den Grund gehen. Gemeinsam haben sie spannende Experimente sowie leicht verständliche Texte für den Unterricht entwickelt, die in dem neuen Buch präsentiert werden.

„Physikalische Gesetze lassen sich sehr anschaulich am Beispiel der Meeresströmungen erklären, das Nahrungsnetz gibt es auch im Meer. Es gibt so viele faszinierende Themen in den Meereswissenschaften, die wir im Schulbuch aufgreifen“, sagt Dr. Katrin Knickmeier vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und Initiatorin von Abenteuer Weltmeere. „Mit dem Schulbuch wollen wir die Ozeane in die Klassen bringen und jungen Menschen einen neuen Blick auf die Naturwissenschaften bieten.“

Vielfältige Themenbereiche

Das Schulbuch behandelt die Themenbereiche Geografie und Geologie der Weltmeere, Erderwärmung, Meeresspiegelanstieg und Küstenschutz sowie physikalische, chemische und biologische Ozeanografie. Es geht um Plattentektonik, den globalen Kohlenstoffkreislauf genauso wie um moderne Messmethoden in der Ozeanografie oder invasive Arten.

„Das Schulbuch füllt eine Lücke im naturwissenschaftlichen Unterricht“, sagt Dr. Reimert Neuhaus, Erdkunde- und Biologielehrer an der Integrierten Gesamtschule Friedrichsort (IGF) und Mitautor des Kapitels über Geografie und Geologie der Weltmeere. „Es liefert nicht nur fächerübergreifende Ansatzpunkte aus der aktuellen Forschung für die Schule, sondern wird sicher mehr Schülerinnen und Schüler als gewöhnlich für naturwissenschaftliche Fächer begeistern.“

Alle Informationen zum Schulbuch

Abenteuer Weltmeere, ein fächerübergreifendes Schulbuch für die 9. und 10. Klasse. Aus der Reihe Naturwissenschaften – Biologie, Chemie und Physik des Cornelsen Verlages. 64 Seiten.

Der Vertrieb ist bundesweit.
Preis: 11,75 Euro, im 10er Pack 95,00 Euro.

Die Autoren des Schulbuchs „Abenteuer Weltmeere“

  • Geographie und Geologie der Weltmeere
    Prof. Sebastian Krastel (GEOMAR), Dr. Reimert Neuhaus (IGF Friedrichsort, Kiel), Prof. Lorenz Schwark (Institut für Geowissenschaften /CAU Kiel), Stefan Tiemann (Freie Waldorfschule Kiel)
  • Physikalische Ozeanographie
    Dr. Stefan Theisen (Freie Waldorfschule, Kiel), Prof. Martin Visbeck (GEOMAR)
  • Chemische Ozeanographie
    Bernd Blume (Isarnho Schule, Gettorf ), Professor Arne Körtzinger (GEOMAR)
  • Biologische Ozeanographie
    Dr. Katrin Knickmeier (Ozean der Zukunft), Charlotte Lohse (Heisenberg-Gymnasium, Hamburg ), Prof. Ulrich Sommer (GEOMAR)
  • Erderwärmung, Meeresspiegelanstieg, Küstenschutz
    Dr. Reimert Neuhaus (IGF Friedrichsort, Kiel), Prof. Horst Sterr (Geographisches Institut)