Im ozean:labor setzen sich Schülerinnen und Schüler der 3. bis 13. Klasse mit aktuellen Themen aus der Meeresforschung auseinander.

Schülerinnen bei einer Expedition des ozean:labors an den Strand

ozeanlabor
Aktuelle Themen aus der Meereforschung

Im ozean:labor setzen sich Schülerinnen und Schüler der 3. bis 13. Klasse mit aktuellen Themen aus der Meeresforschung auseinander. Entsprechend der jeweiligen Lernniveaus erhalten die Lerngruppen thematische Einblicke in die Meereswissenschaften sowie in die Arbeitsmethoden der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Durch die fachliche Anbindung an die naturwissenschaftlichen Lehrpläne sowie den Lehrplan für das Fach Erdkunde, stellt der Besuch im ozean:labor eine thematische Ergänzung für den Unterricht dar.


Angebote

Unsere Angebote richten sich an ganze Schulklassen. Je nach Klassenstärke wird die Lerngruppe in Kleingruppen aufgeteilt.

Die Ostsee als Lebensraum (Klassenstufe 3 bis 6)

Die Ostsee stellt einen einzigartigen Lebensraum dar. Schwankende abiotische Faktoren, wie z.B. der Salzgehalt erfordern eine hohe Anpassungsfähigkeit der hier beheimateten Lebewesen. Der Untersuchungsschwerpunkt dieses Programms liegt auf den Bewohnern der Ostsee sowie deren eng verflochtene Beziehungen untereinander.

Ausgehend vom Plankton untersuchen die Lerngruppen einzelne Stufen des Nahrungsnetzes und deren Bedeutung für einander. Das Eingreifen des Menschen in das Ökosystem „Ostsee“ und die daraus resultierenden Folgen soll dabei ebenso beachtet werden.

  • Warum ist Ostseewasser mal süß und mal salzig?
  • Was hat die Miesmuschel mit dem Seestern zu tun?
  • Was ist Plankton und warum ist es so wichtig?
  • Wie gelangt der Plastikmüll ins Meer?
  • Lärmverschmutzung unter Wasser – ein Problem für die Schweinswale?

In Absprache mit uns können unterschiedliche Themenmodule auswählt und individuellen Schwerpunkt gesetzt werden.

Expeditionslernen an der Ostseeküste – Küstenschutz, ökologische Veränderungen und Landnutzung an der Ostseeküste (Klassenstufe 10 bis 13)
Schülerinnen und Schüler beim Expeditionslernen an der Ostseeküste

Die Ostseeküste bietet eine Vielfalt an aquatischen, terrestrischen und marinen Lebensräumen. Eingriffe wie intensive Flächennutzung und Verschmutzung, aber auch der Klimawandel wirken sich auf diese verschiedenen Lebensräume und auf das Ökosystem aus. Bei dem mehrtägigen Angebot nehmen Schulklassen der Jahrgangsstufen 10 bis 13 Gebiete an der Ostsee genauer unter die Lupe. Das Expeditionslernen schafft bei den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für ihre Umwelt, fördert ihr Systemverständnis und vermittelt einen realistischen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten.

Themen Expeditionslernen

Im Rahmen des Programms „Expeditionslernen an der Ostseeküste“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit folgenden Themen:

  • Ökologische Veränderungen an der Ostseeküste und anthropogener Einfluss

    Hierbei stehen die Lebewesen der Ostsee sowie die menschlichen Einflüsse durch Plastik- und Lärmverschmutzung sowie invasive Arten im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die Organismen in der Ostsee sowie am Strand und nehmen Plankton- und Benthosproben. Außerdem führen sie meereschemische und -physikalische Untersuchungen durch und analysieren die Verschmutzung der Ostsee. Ergänzend interviewen die Jugendlichen Akteurinnen und Akteuren vor Ort wie Kioskbesitzende, die Hafenmeisterei, die Wasserwacht oder Fischerinnen und Fischer. Dabei erfragen Sie beispielsweise, welche Fischarten gerade gefangen wurden oder wie die Fangquoten generell aussehen.

  • Küstenschutz – Naturgefahren und Anpassungsstrategien an der Küste

    Beim diesem Thema beschäftigen sich die Jugendlichen zum Beispiel mit den Ursachen von Küstendynamik. Auch die Auswirkungen sich wandelnder Küsten auf Pflanzen, Tiere und Menschen werden thematisiert. Darüber hinaus lernen sie Küstenschutzmaßnahmen und ihre Funktionen kennen. All diese Fragestellungen werden auch vor den Hintergrund des Meeresspiegelanstiegs betrachtet. Dazu befragen die Schülerinnen und Schüler neben Akteurinnen und Akteuren vor Ort auch politische Entscheidungsträgerinnen und -träger.

  • Landnutzung an der Ostseeküste

    Wenn dieses Thema gewählt wird, führen die Jugendlichen unter anderem Boden- und Gewässeranalysen durch. Auch Vegetationsaufnahmen und die Untersuchung von Blütenbesuchern auf unterschiedlich genutzten Flächen sind Teil der Expedition. Die Expeditionsgebiete sind so ausgewählt, dass unterschiedliche Flächen entlang einiger in die Ostsee mündender Flüsse untersucht werden. So kann beispielsweise der Einfluss von intensiver Düngung sowohl auf den Boden als auch auf Gewässer untersucht werden.

Bei allen Themen findet ein Großteil der Arbeiten direkt im Untersuchungsgebiet statt. Hierdurch erhält das Projekt einen realistischen Expeditionscharakter. Für die ersten beiden Themen bietet ein Abschnitt der Westküste der Kieler Förde optimale Bedingungen. Dort findet man Bereiche mit unterschiedlicher Nutzung wie Kurstrand, Naturstrand oder Hafenbecken. Außerdem trifft man auf eine vielfältige Küstenmorphologie wie Steilküste, Sandstrand, Dünen oder Wald sowie zahlreiche Küstenschutzmaßnahmen. Expeditionen zum Thema Landnutzung wurden bisher an zwei kleinen Flüssen durchgeführt, die in die Ostsee münden.

Betreuung Expeditionslernen

Während des gesamten Projektes stehen den Schülerinnen und Schülern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt als wissenschaftliche Beratung zur Seite. Auch Lehramtsstudierende sind in die Betreuung eingebunden. Das benötigte Material für die Expedition wird von der Kieler Forschungswerkstatt bereitgestellt. Eventuelle Kosten für Übernachtung, Verpflegung und Anreise sind von der Schule zu tragen.

Überblick Expeditionslernen

Themen:

  • Ökologische Veränderungen an der Ostseeküste und anthropogener Einfluss
  • Küstenschutz
  • Landnutzung

Klassenstufe: 10 bis 13, alle Schularten

Fachrichtungen: Biologie, Chemie, Physik, Geographie

Zeitaufwand: 3 bis 4 Tage

Didaktische Mittel:

  • Projektarbeit mit eigenen und angeleiteten Komponenten
  • Freies Arbeiten - Schülerinnen und Schüler können eigene Fragestellungen entwickeln und erforschen
  • Einblicke in die Berufswelt
  • Erstellung von Zukunftsvisionen
  • Erstellung eines Films

Kontakt:
Kieler Forschungswerkstatt
Dr. Katrin Schöps (geo:labor)
Dr. Katrin Knickmeier (ozean:labor)
Telefon: 0431-880 5916
E-Mail: info@forschungs-werkstatt.de

Detaillierte Informationen zum Download

Die Ostsee der Zukunft (Klassenstufe 10 bis 13)
In dem neuen Programm im ozean:labor beschäftigen sich die Jugendliche mit den Veränderungen im Ökosystem Ostsee

Veränderung der Ostsee durch den anthropogenen Einfluss

Durch den Einfluss des Menschen wird es zukünftig zu großen Veränderungen des Ökosystems Ostsee kommen. An der deutschen Ostseeküste müssen wir beispielsweise in den nächsten 100 Jahren mit einer Erwärmung zwischen 2° und 4 °C rechnen. Außerdem sorgt die durch den anthropogenen Klimawandel hervorgerufene erhöhte CO2-Konzentration für eine Versauerung der Ostsee. Darüber hinaus weisen Forscherinnen und Forscher auf einen erhöhten Niederschlag hin. Durch diesen sinkt der Salzgehalt des Binnenmeeres. Die Eutrophierung sorgt schon seit Jahrzenten für Algenblüten und Sauerstoffmangel.

Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf das Ökosystem Ostsee?

Dieser Frage gehen wir in dem Programm „Die Ostsee der Zukunft“ nach. Die Schülerinnen und Schüler erhalten während ihres Besuches im ozean:labor einen Einblick in aktuelle Forschung zu den zukünftigen Veränderungen der Ostsee. Mit verschiedenen Experimenten untersuchen die Jugendlichen die Auswirkungen der Faktoren Erwärmung, Versauerung, Eutrophierung und Salinität auf unterschiedliche benthische Organismen. Zudem setzen wir eine neu entwickelte Computersimulation ein, um die Interaktionen der Organismen zu verdeutlichen. Auch weitreichendere ökosystematische sowie Veränderungen über die Zeit können so gezeigt werden.

Das neue Angebot "Die Ostsee der Zukunft" kann ab dem Schuljahr 2018/2019 gebucht werden.

Plastikpiraten wieder in Deutschland unterwegs
Die Plastikpiraten waren wieder in Deutschland unterwegs

Schulklassen untersuchen über 100 Standorte entlang deutscher Flüsse auf Müllverschmutzung

Im Mai und Juni 2018 waren in ganz Deutschland wieder zahlreiche Jugendliche als Plastikpiraten unterwegs. Insgesamt fast 2.000 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am nun schon dritten Probennahmezeitraums des Citzen Science Projektes für Schülerinnen und Schüler. Dabei haben sie an 110 Standorten Daten über die Müllverschmutzung an und in deutschen Flüssen gesammelt.

Wichtiger Beitrag für die Forschung

Mit ihrem Engagement als Plastikpiraten leisten die Jungen und Mädchen einen wichtigen Beitrag zur Forschung zum Thema Plastikmüll. So lassen sich mit Hilfe der gesammelten Daten beispielsweise folgende Fragen beantworten:

  • Wie viel Müll findet sich an und in Fließgewässern?
  • Was sind mögliche Müllquellen und wie setzt sich der gefundene Müll zusammen?
  • Welche Mengen größerer Müll und wie viel Mikroplastik treiben auf den Flüssen Richtung Meer?

Auswertung der Datensätze

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt werten zurzeit die von den Schülerinnen und Schülern gesammelten Daten aus. In die Auswertung fließen auch Fotos zur Dokumentation der Müllfunde und Mikroplastikprobe ein.

Zu den Ergebnissen aus den Aktionszeiträume der Jahre 2016 und 2017 geht es hier.

Neuer Aktionszeitraum der Plastikpiraten vom 15. September bis zum 15. November 2018

Am 15. September 2018 startet bereits der nächste Probennahmezeitraum der Plastikpiraten. Das kostenfreie Aktionsheft sowie das Lern- und Arbeitsmaterial können Lehrkräfte ab sofort über die offizielle Projekt-Webseite bestellen. Hier finden Sie auch weitere Informationen zur Teilnahme, zu den Materialien sowie zum wissenschaftlichen Hintergrund der Aktion.

Weitere Einblicke in die Aktion sowie das Thema Plastik in der Umwelt gibt auch der Mitschnitt des Vortrages „Plastikpiraten – leider erfolgreich…“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt haben diesen Vortrag im Rahmen der Kinder- und Schüleruni der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Exzellenzclusters „Ozean derZukunft“ gehalten.

Über das Projekt Plastikpiraten

Die Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten“ wurde als Teil des Wissenschaftsjahres 2016*17 - Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt und wird nun im Rahmen des BMBF-Forschungsschwerpunktes Plastik in der Umwelt fortgeführt. „Plastik in der Umwelt“ verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Verfahren, Methoden, Instrumente und Begriffe zur Untersuchung von Plastik in Ökosystemen zu entwickeln und umzusetzen.

Das Ecologic Institut übernimmt dabei im Rahmen von PlastikNet die wissenschaftliche Begleitung der 18 Verbundprojekte im Forschungsschwerpunkt. Die wissenschaftliche Auswertung der von den Plastikpiraten erhobenen Daten erfolgt im ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt.

Plastikmüll im Ozean – Wer bringt den Müll raus? (Klassenstufe 7 bis 10)
Beim Kurstag in der Ferienakademie dreht sich alles um das Thema Plastikmüll in den Weltmeeren

Neuer Kurstag im ozean:labor

Mit dem Schuljahr 2018/19 startet in der Kieler Forschungswerkstatt ein neues sechstündiges Programm zum Thema Plastikmüll in den Weltmeeren. An ihrem Kurstag setzen sich die Jungen und Mädchen der Klassenstufe 7 bis 10 intensiv mit dieser Problematik auseinander. Darüber hinaus erfahren sie, was jeder Einzelne gegen die Verschmutzung der Ozeane unternehmen kann.

Verschmutzte Strände und in Plastikmüll verfangene Tiere

Das Thema Plastikmüll im Ozean gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit. Bilder von verschmutzten Stränden und in Plastikmüll verfangene Tiere sind weit verbreitet. Auch bei vielen Kindern und Jugendlichen wächst der Wunsch etwas gegen dieses Problem zu unternehmen. Doch seine Größe und Vielfältigkeit sind zunächst einmal lähmend. Der Kurstag in der Kieler Forschungswerkstatt setzt genau hier an und untersucht Lösungsansätze aus Forschung und Gesellschaft.

Welche Lösungsansätze gibt es bereits und was kann jeder Einzelne tun?

In vielen Bereichen der Gesellschaft gibt es bereits Forschungsprojekte und innovative Ideen zur Lösung des Problems. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Thematik untersuchen. Zudem erfahren sie, welche Lösungsansätze alternative Kunststoffe sowie unsere Abfallwirtschaft liefern. Auch die Frage, was jeder Einzelne hinsichtlich der Problematik tun kann, thematisiert das neue Angebot.

Ablauf Kurstag Plastikmüll im Ozean

In einem Einstiegsvortrag besprechen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ozean:labors zunächst die Grundlagen der marinen Verschmutzung. Hierbei werden auch deren Auswirkungen auf die marinen Lebensgemeinschaften thematisiert. Im Anschluss durchlaufen die Schülerinnen und Schüler aufgeteilt in kleinere Arbeitsgruppen vier verschiedene Stationen. An jeder dieser Stationen untersuchen sie jeweils unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten.

  • Mikroplastik – Kleine Partikel großes Problem
    Wo auf der Welt sind die Strände am stärksten mit Mikroplastik belastet? Welche Gründe gibt es dafür und warum ist es eigentlich wichtig dies zu wissen? Diesen Fragen gehen die Jugendlichen mithilfe einer wissenschaftlichen Untersuchung auf den Grund. Neben dem methodischen Vorgehen steht dabei auch die Frage im Mittelpunkt, welche Bedeutung solche Untersuchungen zur Bekämpfung von Umweltproblemen haben.
  • Biokunststoffe – Eine Alternative mit Potential?
    Biomüllbeutel und Plastikbesteck aus Biokunststoffen versprechen biologisch abbaubar zu sein. Ob diese Versprechung das Problem lösen kann und was genau unter Biokunststoffen chemisch verstanden wird, erfahren die Schulklassen an dieser Station. Gemeinsam stellen wir Biokunststoffe her und hinterfragen deren Abbaubarkeit.
  • Informieren und Überzeugen durch Stop Motion-Filme
    Soziale Netzwerke dienen der Verbreitung einer Vielzahl von Informationen. Warum die Netzwerke nicht nutzen, um Menschen weltweit oder auch im direkten Umfeld auf globale Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen? An der Social Media-Station erstellen die Schülerinnen und Schüler einen Stop Motion-Film, der über die Problematik des Meeresmülls informiert. Dabei sollen sie genau hinterfragen, welchen Mehrwert soziale Netzwerke in der Bekämpfung des Müllproblems haben können.
  • Recycling von Kunststoffen – Eine zweite Chance für Rohstoffe
    Deutschland ist Vorreiter, wenn es darum geht Müll zu trennen und zu recyceln. Aber was genau passiert nachdem der Müll unsere Wohnung verlassen hat und welche Formen von Recycling gibt es eigentlich? Experimentell setzen sich die Jungen und Mädchen mit aufwendigen Verfahren auseinander und untersuchen Vor- und Nachteile.

Der Kurstag umfasst etwa 6 Zeitstunden.

Kurstag zum Thema Meeressäuger (Klassenstufe 7 und 8)
Meeressäuger stehen im Fokus des Horizon 2020-Projektes Marine Mammals

Meeressäuger: Wale, Seehunde, Seelöwen, Seekühe, Seeotter und Eisbären

Marine Säuger genießen weltweit besondere Aufmerksamkeit. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des marinen Ökosystems und verfügen über viele besondere Fähigkeiten. Gleichzeitig sind diese großen Sympathieträger aber auch stark gefährdet. Hierzu gehören insbesondere von Menschen verursachte Bedrohungen wie Schadstoffbelastungen, Beifang, Lebensraumverlust, Unterwasserlärm oder Müll im Meer. In dem neuen sechstündiges Programm tauchen Jungen und Mädchen der Klassenstufe 7 und 8 einen Tag lang in die Welt der Meeressäuger ein.

Ablauf des Kurstages zum Thema Meeressäuger

Der Kurstag beginnt mit einem allgemeinen Einführungsvortrag über die Biologie der Meeressäuger, speziell der Nord- und Ostsee-Bewohner. Auch die Gefahren, denen unsere marinen Säuger ausgesetzt sind, thematisiert der Vortrag. Aufgeteilt in Arbeitsgruppen durchlaufen die Schülerinnen und Schüler anschließend fünf verschiedene Stationen:

  • Akustik und Lärmverschmutzung

    An dieser Station widmen wir uns der Frage, wie Meeresäugetiere ihre Umgebung hören und erfassen. Meeressäuger leben und kommunizieren in einer aquatischen Umgebung, die oft dunkel und trübe ist. Somit ist die Sicht über die Augen sehr eingeschränkt. Vor allem Wale haben unterschiedliche Kommunikationsstrategien und Orientierungssysteme entwickelt. Diese ermöglichen es ihnen, ihre Beute zu finden und sogar über große Entfernungen miteinander zu kommunizieren. Von Menschen verursachter Unterwasserlärm stresst viele Wale. Anhand eines Modellversuches veranschaulichen wir, wieviel Lärm beispielsweise bei der Errichtung von Windparks entsteht.

  • Plastik im Meer

    Wale und Robben verfangen sich in abgerissenen Netzen, die als Geisternetze bekannt sind. Sie verletzen sich dabei oder können sich nicht aus eigener Kraft befreien, was dazu führt, dass sie nicht mehr weiterschwimmen können. Auch verwechseln Meeresäuger Plastikfragmente mit ihrer Nahrung und fressen sie versehentlich. Immer wieder finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschatler große Mengen an Plastikmüll in den Mägen getrandeter Tiere. Im Januar 2016 strandeten beispielsweise 30 Pottwale an den Stränden der Nordsee. Fanggeräte oder eine Plastikabdeckung für den Motor von Fahrzeugen waren nur einige der Inhalte, die bei den in Deutschland gestrandeten Walen in den Mägen entdeckt wurden.

  • Tauchen, Atmen und Leben unter Wasser

    Im Wasser zu leben ist mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Bei den Meeressäugern ist dies insbesondere das Atmen mit Lungen. Daher müssen diese Tiere einige Anpassungen vornehmen, um im Wasser leben zu können. Ein naheliegendes Problem ist sicherlich der drohende Sauerstoffmangel während längerer Tauchgänge. Welche weiteren Herausforderungen die Meeressäuger überwinden müssen, um erfolgreich im Wasser leben zu können, lernen die Schülerinnen und Schüler an dieser Station.

  • Nahrung der Wale

    Um herauszufinden was Wale fressen untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Mageninhalt von gestrandeten Tieren. In den Mägen finden sie dabei oft Knochenreste wie Otholiten von Fischen oder Schnäbel von Tintenfischen. An dieser Station sezieren und untersuchen die Schulklassen Tintenfische. Diese werden beispielsweise von Zahnwalen wie dem Pottwal gefressen.

  • Walfang früher und heute

    In einigen Teilen der Welt began der Walfang schon mindestens 3.000 Jahre vor Christus. Während der Ära des industriellen Walfangs im 20. Jahrhundert wurden die meisten der größten Walarten gejagt bis sie fast ausgestorben waren. Heutzutage gibt es immer noch einige Länder, die Walfang betreiben. Anhand eines Rollenspiels diskutieren die Mädchen und Jungen, ob der Walfang komplett abgeschafft werden sollte.

Der Kurstag umfasst etwa 6 Zeitstunden.

Foto/Copyright: Peter Verhoog, FjordandBælt
Schülerforschungszentrum Kieler Forschungswerkstatt
Im Schülerforschungszentrum besuchen Kinder und Jugendliche tolle Nachmittags- und Ferienangebote

Nachmittagsangebote im Schülerforschungszentrum Kieler Forschungswerkstatt

In den kostenlosen Nachmittagsangeboten im Schülerforschungszentrum (SFZ) Kieler Forschungswerkstatt können Kinder und Jugendliche ab der 3. Klasse selbständig forschen und eigene Projekte bearbeiten. Bei uns im Schülerlabor finden die Mädchen und Jungen dafür nicht nur die optimale Ausstattung, sondern auch immer den richtigen Ansprechpartner oder die richtige Ansprechpartnerin für ihre Fragen.

Das Schülerforschungszentrum steht allen Interessierten immer mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr offen. Neben dem freien Forschen bieten wir hier auch Workshops und Kurse an.

Vom 12. bis 28. September starten wir mit sechs Schnupperterminen. An diesen Tagen sind Schülerinnen und Schüler herzlich eingeladen die Kieler Forschungswerkstatt sowie ihr vielfältiges Programm kennenzulernen. Selbstverständlich können wir hierbei auch bereits erste Projektideen besprechen. Ergänzend zum Kennenlernangebot für alle Altersstufen finden im September auch erste thematische Angebote für bestimmte Klassenstufen statt (siehe unten).

Nach den Herbstferien beginnt dann ein Kursangebot, das die Mädchen und Jungen beim Finden und Ausformulieren eigener Forschungsfragen unterstützt. Hierbei handelt es sich beispielsweise um thematische Angebote aus den einzelnen Laboren, Vorträge zu aktueller Forschung oder Workshops zu wissenschaftlichen Methoden wie das Mikroskopieren. Einzelheiten zum Kursangebot folgen in Kürze.

Schnuppertermine des SFZ Kieler Forschungswerkstatt im September

immer Mittwoch- und Freitagnachmittag 15 bis 18 Uhr (während dieser Zeiten ist ein Besuch des SFZ flexibel möglich; es gibt keine festen Start- und Endzeiten für die einzelnen Angebote)
Ort: Schülerforschungszentrum Kieler Forschungswerkstatt, Am Botanischen Garten 16 i, 24118 Kiel

  • 12. September: Hydrophile und (super-)hydrophobe Oberflächen, ab Klasse 9
  • 14. September: Forschen für die Jüngsten, Klasse 3 bis 5
  • 19. September: Feinstaub und Luftkeime – Wie sauber ist unsere Luft?, ab Klasse 8
  • 21. September: Elektrische Kristalle, ab Klasse 9
  • 26. September: Feinstaub und Luftkeime – Wie sauber ist unsere Luft?, ab Klasse 8
  • 28. September: Was leuchtet denn da? Fluoreszierende Stoffe, ab Klasse 6

Keine Anmeldung erforderlich

Freies Forschen, Workshops und Kursangebote im SFZ Kieler Forschungswerkstatt

ab dem 24. Oktober immer Mittwoch- und Freitagnachmittag von 15 bis 18 Uhr
Schülerforschungszentrum Kieler Forschungswerkstatt, Am Botanischen Garten 16 i, 24118 Kiel

Das Programm wird in Kürze hier veröffentlicht.

Anmeldung erforderlich per E-Mail an info@forschungs-werkstatt.de

Lage des Schülerforschungszentrums

Das Schülerforschungszentrum liegt in den neu errichteten Modulbauten im Botanischen Garten. Ein Lageplan findet sich hier.

Anreise mit dem Auto

Das Schülerforschungszentrum und die Kieler Forschungswerkstatt befinden sich im Botanischen Garten der Kieler Universität. Parkmöglichkeiten gibt es am Ende der Leibnizstraße. Die Schranke am Anfang der Leibnizstraße wird geöffnet, wenn Sie Bescheid geben, dass Sie zum Botanischen Garten möchten.

Anreise mit Bus und Bahn

Buslinien 50, 81 und 60S (Schnellbus) zur Endhaltestelle „Botanischer Garten“, von der aus das Schülerforschungszentrum durch den Haupteingang des Botanischen Gartens bequem zu erreichen ist.

Buslinien 6 und 61/62 zu den Haltestellen „Uni-Sportstätten“ bzw. „Leibnizstraße“, von denen aus der Botanische Garten zu Fuß gut zu erreichen ist. Der Fußweg von der Haltestelle „Leibnizstraße“ ist geringfügig kürzer.

Bis auf die Buslinie 6 fahren die genannten Linien alle über den Hauptbahnhof Kiel.

Netzwerk Schülerforschungszentren Schleswig-Holstein (SFZ-SH)

Das SFZ Kieler Forschungswerkstatt ist einer von insgesamt sechs Standorten des Netzwerkes Schülerforschungszentren Schleswig-Holstein. Hierbei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Joachim Herz Stiftung, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 wurden im Rahmen des Netzwerks an insgesamt sechs Standorten in Schleswig-Holstein Schülerforschungszentren aufgebaut.

An elf Stützpunktschulen sowie in der Kieler Forschungswerkstatt stehen den Mädchen und Jungen gut ausgestattete Räumlichkeiten und eine individuelle Betreuung durch Fachkräfte zur Verfügung. Auch Hochschulen, weitere Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen sind regional in die Angebote der Zentren eingebunden. So erhalten die Jugendlichen Gelegenheit, die Arbeit in Forschungsverbünden kennenzulernen sowie gemeinsam kreative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Alle Infos unter www.sfz-sh.de

In der Kieler Forschungswerkstatt bieten wir nicht nur Programme für Schülerinnen und Schüler an. Auch Lehrerinnen und Lehrer können bei uns neue Anregungen und Impulse für ihren Unterricht erhalten.

Durch unsere Lehrerfortbildungen bekommen Sie die Möglichkeit sich über aktuelle Forschungsthemen zu informieren. Sie erhalten wertvolle Tipps und Anregungen, wie Sie diese in den Unterricht integrieren und an Lehrplanthemen angliedern können.

Plastikpiraten-Workshop für Lehrkräfte in München

Plastikpiraten - Mit einem Citizen Science-Projekt die Müllverschmutzung der Ozeane und Flüsse erforschen?

Am Mittwoch, 29. August 2018, ist das Team des ozean:labors mit einem Workshop für Lehrkräfte zum Thema Plastikmüll an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zu Gast. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermitteln den Teilnehmenden Fachkenntnisse zum Thema Meeres- und Flussverschmutzung durch Plastikmüll aus der aktuellen Forschung. Darüberhinaus stehen die Vermittlung von Kenntnissen zur wissenschaftlichen Arbeitsweise sowie Anleitungen zum Durchführen von Experimenten zum Thema Plastikmüll auf dem Programm.

Spannende Fragen rund um das Thema Plastik

  • Auf welchen Wegen gelangt der Müll ins Meer?
  • Wie viel Mikroplastik enthält eigentlich unser Duschpeeling?
  • Was passiert mit diesem Mikroplastik im Ozean?
  • Welche Rolle spielen unsere Flüsse dabei?
  • Wie kann ich mit meinen SchülerInnen an echter Forschung zum Thema Ozeane und Flüsse teilnehmen?

Diese und viele weitere Fragen beantworten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kieler Forschungswerkstatt in dem 4-stündigen Workshop. Gemeinsam führen die Teilnehmenden Versuche zu chemischen Eigenschaften von Plastik und zum Vorkommen von Mikroplastik in Kosmetikartikeln durch. Ergänzend wird das Projekt "Plastikpiraten - Das Meer beginnt hier!" vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein bundesweites Citizen Science-Projekt, das Schülerinnen und Schüler aktiv in wissenschaftliche Forschung einbindet. Weitere Informationen zum Projekt und dem neuen Aktionszeitraum ab September gibt es hier.

Anmeldung zum Plastikpiraten-Workshop

Die Anmeldungen zum Workshop erfolgt über FIBS (Fortbildungen in bayerischen Schulen). Anmeldeschluss ist Mittwoch, 22. August 2018.

Die Veranstaltung im Überblick
Was: Plastikpiraten-Workshop für Lehrkräfte
Wann: Mittwoch, 29. August 2018, 14 bis 18 Uhr
Wo: LMU München, Butenandtstr. 5-13, Haus D, 2. Stock., Seminarraum D2.001

Webinar zum Thema Plastikmüll
In dem Webinar der Kieler Forschungswerkstatt dreht sich alles um das Thema Plastikmüll

Nachhaltige Umwelterziehung im Unterricht:
Plastikmüll in deutschen Flüssen – Die Jugendaktion Plastikpiraten

Am 13. September 2018 veranstaltet die Kieler Forschungswerkstatt ab 17 Uhr ein kostenloses Webinar zum Thema Plastikmüll. Neben Versuchen zu chemischen Eigenschaften sowie zum Schwimmverhalten von Plastik stellen die Vortragenden auch das Projekt Plastikpiraten vor. Interessierte Lehrkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ozean:labors beantworten während der Online-Veranstaltung beispielsweise folgende Fragen:

  • Auf welchen Wegen kommt der Müll ins Meer?
  • Wie viel Mikroplastik enthält eigentlich unser Duschpeeling?
  • Was haben unsere Flüsse mit dieser Theamtik zu tun?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, auch fernab der Küste an aktueller Forschung zum Thema Meere und Ozeane teilzunehmen?

Anmeldung zum Webinar

Lehrerinnen und Lehrer können sich hier zu der Veranstaltung anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei!

Die Veranstaltung im Überblick:
Webinar zum Thema Plastikmüll
Donnerstag, 13. September 2018
17:00 bis 19:30 Uhr

Über das Projekt Plastikpiraten

Im Herbst 2016 startete die deutschlandweite Citizen-Science-Aktion Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier! für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren. Eine zweite Aktionsrunde folgte im Mai/Juni 2017. Jeweils zwei Monate lang haben über 5.000 Jungen und Mädchen im gesamten Bundesgebiet Daten zu Kunststoffvorkommen an und in Fließgewässern erhoben. Die wissenschaftliche Auswertung der Daten erfolgte im ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt.

Aufgrund des großen Erfolgs und der positiven Resonanz sammeln die Plastikpiraten auch im Jahr 2018 wieder Müll an deutschen Flüssen. An einem ersten Aktionszeitraum im Mai und Juni beteiligten sich knapp 2.000 Schülerinnen und Schüler. Ein zweiter Aktionszeitram findet vom 15. September bis zum 15. November 2018 statt.

Alle Informationen hier.

Das Webinar findet im Rahmen der Digitalen Woche Kiel statt.

Fortbildung für Lehrkräfte zum Expeditionslernen
Lehrerinnen und Lehrer lernen bei der Fortbildung as ANgebot Expeditionslernen der Kieler Forschungswerkstatt kennen

Einblicke in das Angebot Expeditionslernen an der Küste

Am Montag, 1. Oktober, findet am Multimar Wattforum in Tönning eine eintägige Fortbildung für Lehrkräfte statt. Von 9:30 bis 16:30 Uhr erhalten Sie dabei Einblicke in unser Angebot Expeditionslernen an der Küste.

Expeditionslernen beleuchtet Auswirkungen auf den Lebensraum Küste sowie das Ökosystem

Nord- und Ostseeküste bieten eine Vielfalt an aquatischen, terrestrischen und marinen Lebensräumen. Menschliche Eingriffe wie beispielsweise intensive Flächennutzung oder Verschmutzung, aber auch der Klimawandel wirken sich auf diese verschiedenen Lebensräume und auf das Ökosystem aus. Mit diesen Problemen beschäftigen sich die verschiedenen Angebote zum Expeditionslernen. Dabei können Schulklassen der Jahrgangsstufen 10 bis 13 aus folgenden Themen wählen:

  • Ökologische Veränderungen an der Küste und anthropogener Einfluss
  • Küstenschutz – Naturgefahren und Anpassungsstrategien an der Küste
  • Landnutzung an der Küste

Inhalte der Fortbildung

Während der Fortbildung lernen Sie die einzelnen Angebote zum Expeditionslernen kennen. Nach einer Einführung in die drei Themenkomplexe gehen wir nach draußen, um praktisch zu arbeiten. Wir richten zu jedem Thema eine Untersuchungsstation ein, an der Sie sich mit den Materialien und Geräten vertraut machen. Hier führen Sie außerdem Messungen durch und nehmen Proben mit Wasserschöpfern, Bodenbohrern, Keschern, Nivellier- oder GPS-Geräten. Die Auswertungen erfolgen direkt vor Ort bzw. im Multimar Wattforum.

Ergänzend stellen wir Ihnen auch unsere Expeditionskisten vor. Diese können Sie kostenlos von der Kieler Forschungswerkstatt ausleihen. So haben Sie die Möglichkeit, die drei Angebote mit Ihrer Klasse jederzeit auch eigenständig durchzuführen.

Alle Informationen im Überblick

  • Fortbildung zum Thema Expeditionslernen für Lehrkräfte an Berufsbildenden Schulen, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und Regionalschulen
  • Montag, 1. Oktober 2018, 9:30 bis 16:30 Uhr
  • Tagungsstätte: Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
    Dithmarscher Straße 6a, 25832 Tönning
  • Referentinnen: Dr. Katrin Knickmeier (Leiterin der Kieler Forschungswerkstatt sowie Laborleiterin ozean:labor) und Dr. Katrin Schöps (Laborleiterin geo:labor)

Für die Fortbildung erheben wir einen Unkostenbeitrag von 20,00 Euro.

Eine Anmeldung ist ab sofort unter der Veranstaltungsnummer BNE0242 bei formix möglich. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 20 Personen begrenzt.

Materialien „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“
Laden Sie jetzt die Materialien herunter und werden Sie mit Ihrer Schulklasse oder Jugendgruppe zu Plastikpiraten

Ein bundesweites Citizen Science-Projekt zur Beteiligung von Jugendlichen an aktueller Forschung

Wie stark sind deutsche Fließgewässer und Meere mit Plastikmüll belastet? Welche Arten von Kunststoffen lassen sich besonders häufig in der Umwelt finden und welche Auswirkungen hat das auf unsere Meere und Ozeane? In dem  bundesweiten Citizen Science-Projekt "Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" leisten für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Forschungsfragen.

Materialien für Lehrkräfte

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerinnen der Kieler Forschungswerkstatt und der Universidad Católica del Norte in Antofagasta (Chile) unterrichtsbegleitende Materialien konzipiert. Diese stehen allen interessierten Lehrkräften als Ausgangspunkt für handlungsorientierte Unterrichtseinheiten in den Fächern Biologie, Geografie, Chemie, Sozialkunde und für Projektwochen auf der Projekt-Website zur Verfügung.

Folgende Materialien stehen zum kostenfreien Download bereit:

Aktionsheft
Das Aktionsheft dient den Jugendlichen als Hilfestellung und als wissenschaftliche Anleitung zur Datenerhebung auf ihren Exkursion zwischen dem 1. Mai und 30. Juni 2017.

Lehr- und Arbeitsmaterial für Lehrkräfte
Das Lehr- und Arbeitsmaterial für Lehrkräfte enthält Hintergrundinformationen zum Thema Meere und Ozeane sowie Lernaufgaben als Kopiervorlagen. Diese Material kann auch unabhängig von einer Flussbeprobung und über den Aktionszeitraum hinaus genutzt werden.

Bauanleitung Mikroplastiksieb
Um Mikroplastik an einem sandigen Flussufer zu finden, benötigen die Projektgruppen ein Mikroplastiksieb.

Leitfaden für Lehrkräfte und Gruppenleitungen

Weitere Informationen zur Jugendaktion "Plastikpiraten"

Alle Informationen zum Citizen Science-Projekt "Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" finden Sie hier.

Expeditionskisten für Lehrerinnen und Lehrer
Schülerinnen mit den Expeditionskisten

Vielfältige Möglichkeiten für Lehrkräfte zur Gestaltung von Projekttagen und -arbeiten

Als Lehrkraft haben Sie die Möglichkeit, kostenfrei Expeditionskisten bei uns auszuleihen. Je nach Bedarf stellen wir Ihnen die Kisten für einige Tage oder bis zu maximal vier Wochen zur Verfügung. Um Engpässe zu überbrücken, konnten wir dank der Unterstützung von Sponsoren einige Kisten bereits doppelt anschaffen.

Expeditionskisten zu folgenden Themen stehen zur Verfügung:

  • Plankton (1x)
    Mithilfe der Materialien in der Planktonkiste können die Schülerinnen und Schüler beispielsweise Bestimmungsübungen von Phyto- und Zooplankton durchführen. Auch Planktondichtemessung sind mit dieser Kiste möglich.
  • Benthos (2x)
    Die Benthoskiste bietet den Lernenden unter anderem zoologische Bestimmungsübungen. Darüberhinaus können die Jungen und Mädchen Experimente zum Filtrierverhalten von Miesmuscheln, zum Tarnverhalten von Ostseegarnelen oder mit Seesternen durchführen. Hierfür steht ihnen ein kleines Aquarium mit Luftfilter sowie ein Siebsatz zur Verfügung. Ergänzend zur Kiste können zwei verschiedene Bodengreifer für Bodenproben (Ekman-Birge-Greifer und van-Veen-Greifer) sowie Pfahlkratzer und Schiebekescher für das Sammeln von Benthosorganismen ausgeliehen werden. Auch Wathosen stellen wir gerne leihweise zur Verfügung.
  • Meereschemie (2x)
    Der Inhalt der Meereschemiekiste ermöglicht beispielsweise Messungen von Sauerstoff, Stickstoff, Nitrat oder Phosphor. Außerdem können die Kinder und Jugendlichen mit dieser Kiste Experimente zur Ozeanversauerung durchführen.
  • Meeresphysik (1x)
    Mit dieser Expeditionskiste können die Schülerinnen und Schüler Osteemodelle betrachten. Ergänzend sind verschiedene Geräte zur Durchführung von Messungen enthalten.
  • Plastik (2x)
    Die Plastikkiste hilft den Jungen und Mädchen bei der Untersuchung von Mikro- und Makroplastik.
  • Fisch (1x)
    In dieser Kiste finden die Lernenden Materialien für die Fischsektion. Hierzu zählen Wachsschalen, Präparierbesteck, Kittel und Handschuhe.
  • Akustik (1x)
    Mit der Akustikkiste können die Schülerinnen und Schüler die Lärmverschmutzung unter Wasser messen. Sie beinhaltet ein Unterwassermikrophon (Hydrophon) mit Verstärker, ein Laptop mit einer Akustik-Software, Boxen mit Subwoover sowie Kopfhörer.
  • Meeressäuger (1x)
    Mit der Meeresäugerkiste können die Kinder und Jugendliche zum Beispiel spannende Versuche zur Tauchphysiologie, zur Plastikverschmutzung oder zur Unterwasserakustik durchführen.
  • Schweinswalskelett (1x)
    Hier steht den Jungen und Mädchen ein echtes Skelett eines Schweinswales als „Bausatz“ zur Verfügung. Eine Computeranimation hilft dabei, dass der Bau des Schweinswales gelingt.

Ausstattung der Expeditionskisten

Alle Expeditionskisten sind mit ausreichend Material für umfangreiche Schülerprojekte ausgestattet. Ergänzend zu den Kisten können auch einige Mikroskope oder Binokulare ausgeliehen werden. Gerne stellen wir zudem verschiedene Skripte mit zahlreichen Experimentiervorschlägen und Versuchen zu den jeweiligen Themengebieten zur Verfügung. Auch Fachbücher, teilweise in kompletten Klassensätzen, können Sie von uns für die Projektarbeiten Ihrer Schülerinnen und Schüler erhalten.

Kontakt/Anfrage Expeditionskisten:

Kieler Forschungswerkstatt
ozean:labor
Telefon: 0431-880 5916
E-Mail: info@forschungs-werkstatt.de

 
Begleitmaterial zur Kinderuni

Begleithefte und Film-Material zu den Vorträgen der Kinderuni

Dir hat ein Thema bei der Kinderuni besonders gut gefallen? Du möchtest dich informieren, worüber an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gerade geforscht wird? Sie suchen kindgerechte Informationen zu aktuellen Forschungsthemen oder Materialien für den Schulunterricht? Dann sind die Begleitmaterialien zur Kinderuni genau das Richtige.

Alle Begleithefte zu den Beiträgen der Kinderuni aus den Jahren 2008 bis 2013 als PDF zum Herunterladen, Stöbern, Lesen, Staunen oder Einsetzen im Unterricht sind hier kostenfrei erhältlich.

Ein Rückblick über alle Vorträge der vergangenen Jahre inklusive Film-Mitschnitte ist hier zu finden.

Schulbuch „Abenteuer Weltmeere“

Schulbuch mit spannenden Experimenten und leicht verständlichen Texten

Wie verändern sich die Ozeane und welche Ursachen haben die Veränderungen? Was treibt die Meeresströmungen an? Warum ist das Meer der größte Kohlenstoffspeicher? – Das sind nur einige der Fragen, denen Meeresforscherinnen und -forscher sowie Lehrkräfte in dem Schulbuch "Abenteuer Weltmeere" auf den Grund gehen. Gemeinsam haben sie spannende Experimente sowie leicht verständliche Texte für den Unterricht entwickelt, die in dem neuen Buch präsentiert werden.

„Physikalische Gesetze lassen sich sehr anschaulich am Beispiel der Meeresströmungen erklären, das Nahrungsnetz gibt es auch im Meer. Es gibt so viele faszinierende Themen in den Meereswissenschaften, die wir im Schulbuch aufgreifen“, sagt Dr. Katrin Knickmeier vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und Initiatorin von Abenteuer Weltmeere. „Mit dem Schulbuch wollen wir die Ozeane in die Klassen bringen und jungen Menschen einen neuen Blick auf die Naturwissenschaften bieten.“

Vielfältige Themenbereiche

Das Schulbuch behandelt die Themenbereiche Geografie und Geologie der Weltmeere, Erderwärmung, Meeresspiegelanstieg und Küstenschutz sowie physikalische, chemische und biologische Ozeanografie. Es geht um Plattentektonik, den globalen Kohlenstoffkreislauf genauso wie um moderne Messmethoden in der Ozeanografie oder invasive Arten.

„Das Schulbuch füllt eine Lücke im naturwissenschaftlichen Unterricht“, sagt Dr. Reimert Neuhaus, Erdkunde- und Biologielehrer an der Integrierten Gesamtschule Friedrichsort (IGF) und Mitautor des Kapitels über Geografie und Geologie der Weltmeere. „Es liefert nicht nur fächerübergreifende Ansatzpunkte aus der aktuellen Forschung für die Schule, sondern wird sicher mehr Schülerinnen und Schüler als gewöhnlich für naturwissenschaftliche Fächer begeistern.“

Alle Informationen zum Schulbuch

Abenteuer Weltmeere, ein fächerübergreifendes Schulbuch für die 9. und 10. Klasse. Aus der Reihe Naturwissenschaften – Biologie, Chemie und Physik des Cornelsen Verlages. 64 Seiten.

Der Vertrieb ist bundesweit.
Preis: 11,75 Euro, im 10er Pack 95,00 Euro.

Die Autoren des Schulbuchs „Abenteuer Weltmeere“

  • Geographie und Geologie der Weltmeere
    Prof. Sebastian Krastel (GEOMAR), Dr. Reimert Neuhaus (IGF Friedrichsort, Kiel), Prof. Lorenz Schwark (Institut für Geowissenschaften /CAU Kiel), Stefan Tiemann (Freie Waldorfschule Kiel)
  • Physikalische Ozeanographie
    Dr. Stefan Theisen (Freie Waldorfschule, Kiel), Prof. Martin Visbeck (GEOMAR)
  • Chemische Ozeanographie
    Bernd Blume (Isarnho Schule, Gettorf ), Professor Arne Körtzinger (GEOMAR)
  • Biologische Ozeanographie
    Dr. Katrin Knickmeier (Ozean der Zukunft), Charlotte Lohse (Heisenberg-Gymnasium, Hamburg ), Prof. Ulrich Sommer (GEOMAR)
  • Erderwärmung, Meeresspiegelanstieg, Küstenschutz
    Dr. Reimert Neuhaus (IGF Friedrichsort, Kiel), Prof. Horst Sterr (Geographisches Institut)