Plastikmüll im Ozean – Wer bringt den Müll raus? (Klassenstufe 7 bis 10)

Beim Kurstag in der Ferienakademie dreht sich alles um das Thema Plastikmüll in den Weltmeeren

Neuer Kurstag im ozean:labor

Mit dem Schuljahr 2018/19 startet in der Kieler Forschungswerkstatt ein neues sechstündiges Programm zum Thema Plastikmüll in den Weltmeeren. An ihrem Kurstag setzen sich die Jungen und Mädchen der Klassenstufe 7 bis 10 intensiv mit dieser Problematik auseinander. Darüber hinaus erfahren sie, was jeder Einzelne gegen die Verschmutzung der Ozeane unternehmen kann.

Verschmutzte Strände und in Plastikmüll verfangene Tiere

Das Thema Plastikmüll im Ozean gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit. Bilder von verschmutzten Stränden und in Plastikmüll verfangene Tiere sind weit verbreitet. Auch bei vielen Kindern und Jugendlichen wächst der Wunsch etwas gegen dieses Problem zu unternehmen. Doch seine Größe und Vielfältigkeit sind zunächst einmal lähmend. Der Kurstag in der Kieler Forschungswerkstatt setzt genau hier an und untersucht Lösungsansätze aus Forschung und Gesellschaft.

Welche Lösungsansätze gibt es bereits und was kann jeder Einzelne tun?

In vielen Bereichen der Gesellschaft gibt es bereits Forschungsprojekte und innovative Ideen zur Lösung des Problems. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Thematik untersuchen. Zudem erfahren sie, welche Lösungsansätze alternative Kunststoffe sowie unsere Abfallwirtschaft liefern. Auch die Frage, was jeder Einzelne hinsichtlich der Problematik tun kann, thematisiert das neue Angebot.

Ablauf Kurstag Plastikmüll im Ozean

In einem Einstiegsvortrag besprechen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ozean:labors zunächst die Grundlagen der marinen Verschmutzung. Hierbei werden auch deren Auswirkungen auf die marinen Lebensgemeinschaften thematisiert. Im Anschluss durchlaufen die Schülerinnen und Schüler aufgeteilt in kleinere Arbeitsgruppen vier verschiedene Stationen. An jeder dieser Stationen untersuchen sie jeweils unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten.

  • Mikroplastik – Kleine Partikel großes Problem
    Wo auf der Welt sind die Strände am stärksten mit Mikroplastik belastet? Welche Gründe gibt es dafür und warum ist es eigentlich wichtig dies zu wissen? Diesen Fragen gehen die Jugendlichen mithilfe einer wissenschaftlichen Untersuchung auf den Grund. Neben dem methodischen Vorgehen steht dabei auch die Frage im Mittelpunkt, welche Bedeutung solche Untersuchungen zur Bekämpfung von Umweltproblemen haben.
  • Biokunststoffe – Eine Alternative mit Potential?
    Biomüllbeutel und Plastikbesteck aus Biokunststoffen versprechen biologisch abbaubar zu sein. Ob diese Versprechung das Problem lösen kann und was genau unter Biokunststoffen chemisch verstanden wird, erfahren die Schulklassen an dieser Station. Gemeinsam stellen wir Biokunststoffe her und hinterfragen deren Abbaubarkeit.
  • Informieren und Überzeugen durch Stop Motion-Filme
    Soziale Netzwerke dienen der Verbreitung einer Vielzahl von Informationen. Warum die Netzwerke nicht nutzen, um Menschen weltweit oder auch im direkten Umfeld auf globale Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen? An der Social Media-Station erstellen die Schülerinnen und Schüler einen Stop Motion-Film, der über die Problematik des Meeresmülls informiert. Dabei sollen sie genau hinterfragen, welchen Mehrwert soziale Netzwerke in der Bekämpfung des Müllproblems haben können.
  • Recycling von Kunststoffen – Eine zweite Chance für Rohstoffe
    Deutschland ist Vorreiter, wenn es darum geht Müll zu trennen und zu recyceln. Aber was genau passiert nachdem der Müll unsere Wohnung verlassen hat und welche Formen von Recycling gibt es eigentlich? Experimentell setzen sich die Jungen und Mädchen mit aufwendigen Verfahren auseinander und untersuchen Vor- und Nachteile.

Der Kurstag umfasst etwa 6 Zeitstunden.