Historische Urteilsbildung

Im zeit:werk lernen Schülerinnen und Schüler historische Urteilsbildung

Ein Angebot zum kritischen Umgang mit geschichtskulturellen Produkten für die 7. bis 10. Klasse

Geschichte ist überall in unserer Lebenswelt, beispielsweise in Filmen, Computerspielen oder Comics, vorhanden. Schülerinnen und Schüler werden so mit Deutungen konfrontiert, die oft eine vereinfachende Sicht auf Geschichte transportieren. Aus diesem Grund wird dem reflektierenden Umgang mit Geschichtskultur in den Fachanforderungen mittlerweile ein großer Stellenwert eingeräumt. Der Geschichtsunterricht steht vor der Herausforderung, die attraktive Deutungsangebote in Frage zu stellen. So kann er den Konstruktcharakter von Geschichte und deren spezifische Uneindeutigkeit in den Mittelpunkt des Lernens stellen. Gleichwohl bieten geschichtskulturelle Produkte ein enormes Lernpotential. Hierbei geht es nicht so sehr darum, Wissen über die Vergangenheit aufzubauen. Vielmehr sollen die Mädchen und Jungen Eindrücke über die Interpretation des Vergangenen aus gegenwärtiger Perspektive erlangen.

Geschichtskultur kritisch hinterfragen und eigene Meinungen bilden

Bei ihrem Besuchstag im zeit:werk beschäftigen sich die Schulklassen der Stufen 7 bis 9 mit dem Thema historische Urteilsbildung. Dabei lernen die Jungen und Mädchen, Beiträge der Geschichtskultur aus verschiedenen Richtungen kritisch zu hinterfragen und zu eigenen Urteilen zu kommen. An verschiedenen Stationen untersuchen sie Geschichte im Film, in Computerspielen, Comics und Romanen. Zudem analysieren sie die dort eingebetteten Geschichtsbilder. Darüber hinaus erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie sie selbst Geschichte schreiben können und wie sie auf problematische Darstellungen von Geschichte angemessen reagieren können. Studierende der CAU unterstützen die Jugendlichen an den verschiedenen Lernstationen.

Schülerinnen und Schüler lernen im zeit:werk den kritischen Umgang mit Informationen aus dem Internet
Schülerinnen und Schüler reflektieren, was sie bei ihrem Besuch im Schülerlabor über den kritischen Umgang mit Daten aus dem Internet gelernt haben

Der Besuchstag im zeit:werk

Professor Sebastian Barsch vom Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) stellt den Schulklassen in einem Einführungsvortrag die Arbeit von Historikerinnen und Historikern vor. Aufgeteilt in Kleingruppen durchlaufen die Schulklassen anschließend verschiedene Lernstationen. Geschichtsstudierende haben diese Stationen in Kooperation mit der Kieler Forschungswerkstatt erarbeitet. In einem abschließenden „World Café“ lassen die Jungen und Mädchen den Tag Revue passieren und diskutieren ihre Ergebnisse.

Buchungsanfragen für das Programm Historische Urteilsbildung:

Kieler Forschungswerkstatt
E-Mail: info@forschungs-werkstatt.de
Telefon: 0431-880 5916

Kontakt:

Prof. Dr. Sebastian Barsch
Professor für Didaktik der Geschichte an der CAU
E-Mail: sbarsch@histosem.uni-kiel.de
Telefon: 0431-880 1259