Plastikpiraten wieder in Deutschland unterwegs

Die Plastikpiraten waren wieder in Deutschland unterwegs

Schulklassen untersuchen über 100 Standorte entlang deutscher Flüsse auf Müllverschmutzung

Im Mai und Juni 2018 waren in ganz Deutschland wieder zahlreiche Jugendliche als Plastikpiraten unterwegs. Insgesamt fast 2.000 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am nun schon dritten Probennahmezeitraums des Citzen Science Projektes für Schülerinnen und Schüler. Dabei haben sie an 110 Standorten Daten über die Müllverschmutzung an und in deutschen Flüssen gesammelt.

Wichtiger Beitrag für die Forschung

Mit ihrem Engagement als Plastikpiraten leisten die Jungen und Mädchen einen wichtigen Beitrag zur Forschung zum Thema Plastikmüll. So lassen sich mit Hilfe der gesammelten Daten beispielsweise folgende Fragen beantworten:

  • Wie viel Müll findet sich an und in Fließgewässern?
  • Was sind mögliche Müllquellen und wie setzt sich der gefundene Müll zusammen?
  • Welche Mengen größerer Müll und wie viel Mikroplastik treiben auf den Flüssen Richtung Meer?

Auswertung der Datensätze

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt werten zurzeit die von den Schülerinnen und Schülern gesammelten Daten aus. In die Auswertung fließen auch Fotos zur Dokumentation der Müllfunde und Mikroplastikprobe ein.

Zu den Ergebnissen aus den Aktionszeiträume der Jahre 2016 und 2017 geht es hier.

Neuer Aktionszeitraum der Plastikpiraten vom 15. September bis zum 15. November 2018

Am 15. September 2018 startet bereits der nächste Probennahmezeitraum der Plastikpiraten. Das kostenfreie Aktionsheft sowie das Lern- und Arbeitsmaterial können Lehrkräfte ab sofort über die offizielle Projekt-Webseite bestellen. Hier finden Sie auch weitere Informationen zur Teilnahme, zu den Materialien sowie zum wissenschaftlichen Hintergrund der Aktion.

Weitere Einblicke in die Aktion sowie das Thema Plastik in der Umwelt gibt auch der Mitschnitt des Vortrages „Plastikpiraten – leider erfolgreich…“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kieler Forschungswerkstatt haben diesen Vortrag im Rahmen der Kinder- und Schüleruni der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Exzellenzclusters „Ozean derZukunft“ gehalten.

Über das Projekt Plastikpiraten

Die Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten“ wurde als Teil des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt und wird nun im Rahmen des BMBF-Forschungsschwerpunktes Plastik in der Umwelt fortgeführt. „Plastik in der Umwelt“ verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Verfahren, Methoden, Instrumente und Begriffe zur Untersuchung von Plastik in Ökosystemen zu entwickeln und umzusetzen.

Das Ecologic Institut übernimmt dabei im Rahmen von PlastikNet die wissenschaftliche Begleitung der 18 Verbundprojekte im Forschungsschwerpunkt. Die wissenschaftliche Auswertung der von den Plastikpiraten erhobenen Daten erfolgt im ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt.

Die Citizen-Science-Aktion Plastikpiraten wurde als Teil des Wissenschaftsjahres 2016*17 - Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt und wird nun im Rahmen des BMBF-Forschungsschwerpunktes „Plastik in der Umwelt“ fortgeführt.
Das Ecologic Institut ist ein unabhängiger, wissenschaftlicher Think Tank für umweltpolitische Forschung und Analyse.
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